Mir fehlen die Worte. Eine Zukunftsversion, die nicht meiner Vorstellung entspricht. Das ist zu düster und zu unrealistisch für einen dummen Optimisten. Aber die Bilder! Die Vorstellung von Millionen von Flüchtlingen in Lagern, üble Verhältnisse in einer Zeit, die vielleicht nicht weit hin ist. Die Technologie der "Zukunft" ist präsent, aber nicht aufdringlich. Die aufgeworfenen Fragen sind weitreichender, als bei einem Vin-Diesel-Film zu erwarten, wodurch der Film sehenswert wird.
Vin Diesel macht schon durch seine bloße Erscheinung Eindruck, die knappen Kampfszenen wären gar nicht nötig gewesen. Die raue Stimme (unbedingt im Original gucken) ist nicht zu toppen. Seine Kollegin ist hübsch, aber eigenartig. Will sagen, ich habe mich zwar nicht verliebt, aber sie passt in das grafische Konzept von hübschen Landschaften und kühnen Kamerafahrten. Falls jemandem die Nase von dem Oberverbrecher im Panzer bekannt vorkommt, ja, er ist es wirklich. Aber sonst nicht zu erkennen, oder?
Wovon ich dringend abraten muss sind die Extras. Radebrechende Amateure, Menschen, die denken, sie wären jetzt Stars - das ist schade. (Bis auf Vin Diesel natürlich, der kommt richtig nett rüber, sagt aber auch nichts gravierendes.)
Muss man Babylon A.D. gesehen haben? Absolut nein. Dafür ist die Story zu weit hergeholt, nicht genug Spannung, und die CGI zu offensichtlich. Ist gute Unterhaltung dabei? Absolut ja. Mich überzeugen die Drehorte und die Bilder, die Schauspieler und die ungewöhnliche Machart.