4
Actionstar Vin Diesel agiert ähnlich steif, wie man es von ihm gewohnt ist. Das Potential, das der Film in einigen Sequenzen atmosphärisch erzeugt, verstummt spätestens mit dem Erklingen der nervigen Musik, die entweder aus hartem amerikanischem HipHop oder aber aus orchestral überladenen Tönen besteht. Der Beginn der Geschichte ist sehr undurchsichtig, sodass es einige Zeit dauert, bis sich der Zuschauer in dieser Zukunftswelt und der Storyline zurechtfindet. Einige schöne Ideen täuschen nicht über diese schwache Handlungsführung hinweg. In der Zukunft wird dieses Werk keine Rolle mehr spielen.
6
Vin Diesel vermochte mit seinem Raubein-Charme schon manche Streifen zu retten - so erwiesen sich bspw. The Fast and Furious und Triple X als platte Party-Kracher, die dennoch unterhalten konnten. Bei Babylon A.D. schlägt der Schauspieler eine ernstere Richtung ein, muss sich aber dem miesen Drehbuch geschlagen geben. Anfangs wird ein dystopisch-dreckiges Zukunftsszenario angedeutet, welches aufgrund der ansprechenden Optik durchaus zu gefallen weiß. Auf detailliertere Hintergründe dieser heruntergekommenen Welt wartet man jedoch vergebens, die Charaktere und Konflikte werden nur schemenhaft skizziert. Letztlich wirft der Film wirr mit biblischen Motiven um sich, so dass man sich nach dem langgezogenen Epilog nur noch fragt: Was sollte das Ganze denn? Die interessante Ausgangsidee und der charismatische Hauptdarsteller können der konfusen Geschichte nur wenig entgegensetzen - klarer Fall von fahrlässig verschenktem Potenzial.