Review

Goldfinger (3 von 10)
Goldfinger ist auch so ein peinlicher Agenten-Schmu mit Connery, in einer Zeit, in der „Mann“, also 007, Frauen noch fröhlich ohrfeigen konnte, und schnell die Zunge in ihrem Mund verschwinden ließ. Das internationale Publikum ist zwar immer noch heiß auf diesen Unsinn („Stirb lieber morgen“), aber die Frauenfeindlichkeit ist rapide zurückgegangen.
Gert Froebe ist ein guter Schauspieler, das steht nicht zur Diskussion. Auch ist er einer der besten Gegenspieler von Bond, was jedoch nicht für Froebe, sondern gegen den Rest der Knallchargenriege geht.
Was macht den Film nun zum abgenudelten Streifen des vergangenen Jahrzehnts? Schon zu Beginn sieht man Goldfinger, der ja genug Geld haben muss, beim Kartenspielen bescheißen. Nicht das er einfach schummelt, oh nein. Er lässt sich die Karten durch ein Teleskop ansagen. Was dabei superpeinlich ist: sein Gegenüber, wahrscheinlich schon geistig umnachtet, sieht nicht das riesige Mikrofon, das Goldfinger im Ohr hat. Solch ein Unsinn ist doch eine Meisterleistung der Verblödung.
Sein Asiatenkiller, Oddjob, schmeißt seine Schmuddelmelone an einem Faden durch die Gegend. Dümmer geht‘s nimmer.
Die ARD sendet regelmäßig alte Bond Filme, um Geld zu sparen. Sie sollte aber lieber die Gehirnzellen ihrer Zuschauer sparen.

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