Review

Um die Handlung mal eben platzsparend in einem Satz zusammenzufassen: 007 wird auf Milliardär Auric Goldfinger angesetzt, den man des illegalen Goldschmuggels verdächtigt. Die Erfolgsformel ist ebenso simpel: Connery + Fröbe = Spitzenkino!

Kaum jemand konnte den Bösewicht so überzeugend darstellen wie Fröbe. Kein Wunder, dass er bei den Bond-Leuten ganz oben auf der Liste stand, als man für Sean Connery einen ebenbürtigen Widerpart suchte. Dass Fröbe einwilligte, war ein Glücksfall sondergleichen! Auf meisterhafte Weise gelang es ihm, der Schurkenrolle Charme einzuhauchen, einen geradezu göttlich-diabolischen Charme, durch den dieser Film in meinen Augen erst zum Meisterwerk wird. Mir fallen nicht viele Darsteller ein, die beim Publikum allein durch ihr unverwechselbares Charisma den Wunsch zu wecken im Stande sind, die Rechnung möge doch bitte aufgehen - für die "Bösen"! Und in der Tat, Fröbe spielt die Rolle dermaßen göttlich und teuflisch zugleich, dass man sich als Zuschauer wiederholt dabei ertappt, Goldfinger insgeheim die Daumen zu drücken... ich zumindest tat es, als ich diesen Film im zarten Alter von 10 Jahren das erste Mal bestaunen durfte.

Keine Frage, die Bond-Reihe glänzt mit einigen wirklich sehenswerten Filmen, doch "Goldfinger" ist und bleibt unerreicht. Die schauspielerischen Leistungen sind bemerkenswert, die Atmosphäre ist einzigartig und Spannung ist von der ersten bis zur letzten Minute garantiert. Mir fällt ehrlich gesagt wenig bis noch weniger ein, was man in diesem Film hätte besser machen können. Oder anders ausgedrückt: ich habe den Streifen über die Jahre bestimmt 20x gesehen, ohne - wie in sonstigen Wiederholungsfällen durchaus keine Seltenheit - auch nur ein einziges Mal zwischendurch einzupennen!

11/10
(Zusatzpunkt für die geniale Filmmusik.)

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