Review

In den letzten 30 Tagen wurden hier in der OFDb mehr als 1000 Reviews geschrieben. Etwa 50 Leute haben in dieser Zeit eine Rezession über I AM LEGEND oder CLOVERFIELD verfasst. Über Hardcore-Filme wurden in diesem Zeitraum nicht einmal 10 Reviews geschrieben – und praktisch alle stammen von einem Typen, der vermutlich kein Fan des "Kommerz-Fussballvereins“ ManU ist...

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben hier auch noch einige andere (bekanntere) Reviewautoren öfters über verschiedenste Hardcore-Genrebeiträge informiert. Keine Ahnung, weshalb sie dies nicht mehr tun. Sind die Abrufzahlen denn so wichtig? Schade!

Trotz einzelnen expliziten Sexszenen ist CHANGE PAS DE MAIN alles andere als ein typischer Porno.
Der Film von Paul Vecchiali beginnt mit einer Goreszene, Sekunden später wird dann im Vorspann ein Wortspiel mit CHANGE PAS DE MAIN und CHANGE PAS DEMAIN gemacht. Dann folgen schwarzweiße Aufnahmen die einen Mann zeigen, der sich oral verwöhnen lässt.

Der Filminhalt von CHANGE PAS DE MAIN ist nichts besonderes:
Eine bekannte Politikerin erhält eine Videoaufnahme, die ihren Sohn in einer höchst unvorteilhaften Situation zeigt. Eine Detektivin soll herausfinden, wer für den Erpressungsversuch verantwortlich ist.

Umso überzeugender ist dafür die Realisation von CHANGE PAS DE MAIN. Der Film aus dem Jahre 1975 bietet zahlreiche wunderschöne Aufnahmen, die Gesamtrealisation erinnert an einige der Meisterwerke von Radley Metzger, die in den 70er-Jahren entstanden. Auch der ungewöhnliche Score ist hervorragend gut. Ein großer Teil der Filmmusik besteht nur aus Akkordeon- und/oder Klaviermusik. Genial! Auch über die Darsteller kann ich keinesfalls etwas negatives schreiben.

CHANGE PAS DE MAIN bietet viele ruhige, schöne und auch einige erotische Filmpassagen. Ein krasser Gegensatz dazu sind die einzelnen groben Schwarzweiß-Sequenzen, die aus einem "Snuff-Film“ stammen könnten. Eine höchst interessante Mischung.

Ganz großes französisches Kino, ein wirklich phantastischer Film!

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