Es beginnt mit einem klassischen Vampir-Motiv und schon wird erfolgreich eine der diversen Fährten zur Verwirrung des Zuschauers gelegt. Hat man anfangs etwas Bedenken wie sich SHIVER entwickelt und ob man einem lauen B-Movie aufgesessen ist, nimmt nach einigen Minuten die Story Fahrt auf und Stück für Stück baut sie ihre Atmosphäre der Ungewissheit weiter auf. Die Geschichte des jungen Santi der an Fotophobie (extreme Sonnenempfindlichkeit bzw. Lichtscheuheit) leidet und seiner Mutter die in ein abgelegenes Bergdorf ziehen, entwickelt sich im Laufe des Films immer mehr zum echten Nervenzehrer und Gruselstreifen ungeahnter Qualität.
Eine echte kleine Filmperle die viel zu wenig Beachtung gefunden hat. Die mysteriösen Todesfälle in dem Dorf werden immer zahlreicher und undurchsichtiger und wie gesagt schafft es die Story es lange offen zu halten und mehrere einigermaßen plausible Lösungen bereitzuhalten. Ich halte die tatsächliche Lösung hier auch bewusst offen. Die überschaubare Schauspielerriege agiert absolut glaubhaft und mit der nötigen Ernsthaftigkeit und SHIVER ist weit von einem B-Movie entfernt.
Dazu tragen auch die sehr guten Masken die sehr gut sogar archaische Ängste wecken. Vereinzelt gibt es auch gute Goreszenen die nicht zahlreich, aber auch hochwertig sind. Recht gut ausgetüftelte Soundeffekte sorgen zudem für weiteren Nervenkitzel der bis zum Ende hin kontinuierlich gesteigert wird und sogar noch eine Wendung nach der Wendung präsentiert. Somit ist SHIVER ein weiterer starker Beitrag des spanischen Horrorkinos welches uns eine unglaubliche Reihe von guten Filmen in den letzten Jahren beschert hat und es kann eine Empfehlung ausgesprochen werden.
7/10 Geckos....äh,....Punkten