Ein städtisches Krankenhaus. Ein besorgter Vater meint seine an Autismus leidende Tochter falsch behandelt und in falschen Händen, weswegen er umgehend die Stätte des Kurpfuschertums verlassen möchte. Sein Vorhaben, die Pforte und somit den rettenden Ausgang zu erreichen wird aber jäh unterbrochen: der Aufzug bleibt stecken. Nach kurzem Ruckeln, Stocken und Stromausfall spuckt der Lift sowohl Vater und Tochter als auch die übrigen Treppenhausverweigerer (eine Ärztin, ein Kerl vom Sicherheitsdienst, ein greiser Obdachloser…) wieder aus. Doch die Etage, in der sie gelandet sind, hat irgendetwas Merkwürdiges an sich: weit und breit ist kein Mensch, die Telefone funktionieren nicht, die Einrichtung wirkt verfallen, was sich je länger ihr Aufenthalt dauert immer mehr verschlimmert. Und dann tauchen die ersten Geister auf…
DARK FLOORS ist der bislang teuerste Horrorfilm, der uns aus dem Land der Seen und Fjorde (gemeint ist Finnland) erreicht. Und in der Tat: Optisch gibt es nichts zu mäkeln. Fast könnte man das Ergebnis mit einem (für den DVD-Markt vorgesehenen Massen-)Erzeugnis aus Amiland verwechseln, so teuer wirken Kulisse und Deko.
Was einem hier aber wirklich den Spaß an der Sache verdirbt, ist die unoriginelle, komatös langweilige Story. Eine Handvoll Doofis wird in eine Art Paralleluniversum oder Schattenwelt katapultiert, wo sich böse Viecher rum treiben – das klingt nach „Silent Hill“, nach „Reeker“, ja, gar ein bisschen nach „Cube“. Das vorliegende finnische Ergebnis stellt aber nur einen lauen Abklatsch derer dar und die überaus bescheuerte Auflösung des Plots bestraft den Zuschauer regelrecht für sein braves Ausharren.
Highlight des Schinkens ganz klar: Rockband „Lordi“, deren Mitglieder hier „in ihrer traditionellen Arbeitstracht“ die Rolle der Filmmonster übernehmen. Für „Lordi“-Fans ist der Streifen natürlich eine Empfehlung, ganz klar, treten Kita, Amen, Ox und wie sie alle heißen doch richtig schön „evil“ in Erscheinung. Ein reiner Fanfilm ist DARK FLOORS dennoch nicht geworden: dafür treten die dämonischen Metaller fast etwas zu selten in Erscheinung.
Für Genrefans kommt der Streifen aber einem satten Tritt ins Gesicht gleich, derartig unspannend, ungruselig und blutleer geht es hier zu.
Lordi: (+)(+)(+)(+)(-)
Story: (+)(+)(-)(-)(-)
Auflösung: (-)(-)(-)(-)(-)
brutal: (+)(-)(-)(-)(-)
Fazit:
Als Horrorfilm ungenügend, für einen wahren Fanfilm hätte mehr "Lordi" drinne sein müssen.
Hard Rock Hallelujah? – Definitiv nicht!