5
Der Film entstand im Zuge des kurzlebigen Hypes rund um die finnische Monster-Metalband Lordi, nachdem diese den Eurovision Song Contest gewann, und wirkt allein schon deshalb so überholt, weil inzwischen die meisten Bandmitglieder ausgetauscht wurden. Herausgekommen ist ein erstaunlich Metal-Song-armer, splattermäßig zurückhaltender und keineswegs Musikvideo-artiger Streifen, der mehr wie eine etwas preiswertere, verschlafene Version von 13 GHOSTS anmutet, die in einem verdreckten Hospital stattfindet, das dem Silent Hill Universum entstammen könnte. Die Lordi-Typen tauchen darin in ihren bekannten Masken und Kostümen in stets kurzen Schocksequenzen auf wie die Springteufel aus der Box. Absolute Horrormassenware also, die so viel mehr und so viel cooler hätte sein können und ihre Stars hätte besser nutzen können. Naja, die trashigeren US-Kollegen von Gwar waren mir eh immer viel lieber.
2
Die Atmosphäre ist stimmig, aber so ähnlich schon 100 Male gesehen. Darsteller sehr ordentlich, aber unterfordert. Ein paar ganz gute Schockeffekte, aber viel zu wenig Spannung. Doch das Übelste ist, dass dieser Film keinerlei Erklärung oder gar Auflösung bietet. Man fühlt sich nach 1,5 Stunden etwas veräppelt. Das wäre wohl nie produziert worde ohne Gelder aus dem Grand Prix Gewinn der Gruppe Lordi, die hier mitspielen dürfen. Wohl ein Jugendtraum der Jungs. 2/10 - muss man wirklich nicht sehen.