Der halbwüchsige Danny Madigan wächst im New York der frühen Neunziger auf, einer für ihn mehr als unfreundlichen Welt. Seine hart arbeitende Mutter findet in dem Bemühen, die kleine Familie finanziell über Wasser zu halten wenig Zeit für ihn und die Schule ödet ihn einfach nur an. Zuflucht vor der kalten Realität findet der Junge in der Welt des Kinos, um genauer zu sein in Actionfilmen. Und sein erklärtes Idol ist dabei der Actionheld Jack Slater, eine von Arnold Schwarzenegger verkörperte Klischeefigur, die unbesiegbar und markige Oneliner reißend seine Feinde im Dutzend niedermacht. Danny's Komplize in dieser Leidenschaft ist der alternde Filmvorführer Nick, der den jungen Freund immer mal wieder umsonst in sein abgerißenes Lichtspielhaus in den Häuserschluchten des Big Apples läßt. - Das Abenteuer beginnt, als Nick Danny eines Tages eine geheimnisvolle, goldene Eintrittskarte vermacht, die magische Kräfte besitzt. Und schon befindet sich Danny mitten im Film und in der Gesellschaft seines Vorbilds Jack Slater wieder...
Diese interessante Storyline führt uns in Schwarzeneggers ersten Versuch, dass Actiongenre, dass ihn groß gemacht hat zu persiflieren. Dabei wechseln die Charaktere dank der wundersamen Eintrittskarte immer wieder zwischen der realen Welt und der fiktiven Filmumgebung hin und her. Und diese könnten unterschiedlicher nicht sein. So muß der Filmheld Jack Slater erstaunt feststellen, dass man in der realen Welt nicht jedes Auto per vereinzeltem Schuß der Handfeuerwaffe zur sofortigen Explosion bringen kann, Mozart's Musik eigentlich ganz schön ist und Scheiben einschlagen verflixt weh tun kann. Danny hingegen ist bemüht, seinem Idol die Gesetzmäßigkeiten der Filmwelt klar zu machen und ihn so vor typischen Filmfehlern zu bewahren. Die Jagd dieses ungleichen Duos auf den kaltblütigen Erzverbrecher Benedict verläuft dementsprechend komisch und versteht mit einigen guten Gags, zündender Action und einem witzigen Plot, gepflegte Filmkost zu bieten.
Fazit:
Auf Last Action Hero wurde und wird gerne viel herumgehackt. Der Film ist aber so schlecht gar nicht. Die Story läuft flüßig dahin und weiß zu unterhalten und die Ideen und Gags sind keineswegs zu abgegriffen um nicht immer wieder amüsieren zu können. Meiner Meinung nach eine recht gelungene Parodie Schwarzeneggers seiner selbst und der Action-Branche, die für einen gepflegten Filmabend allemal taugt.