Review

Mit " Last Action Hero " versuchte Actionstar Arnold Schwarzenegger von seinem Brutaloimage etwas herunterzukommen, daher betätigte er sich nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als ausführender Produzent. Mit John McTiernan ( Stirb Langsam, Predator ) hatte man einen absolut fähigen Regisseur gefunden, dem ich aber so viel Augenzwinkern gar nicht zugetraut hätte. Für die furiosen Kamerafahrten heuerte man sich Kameraprofi Dean Semler an.
Story:
Actionstar Jack Slater ( Arnold Schwarzenegger ) ist das Leinwandidol des elfjährigen Danny ( Austin O´Brian ). Durch eine magische Eintrittskarte landet Danny mitten im Film und muss mit seinem Idol einen Mordfall klären. Hier erlebt Danny massenhaft Abenteuer, doch es wird bald ernst als sich Filmfiesling Benedict ( Charles Dance ) die Kinokarte unter den Nagel reist und nun in der echten Welt sein Umwesen treibt. Nun müssen auch Jack und Danny in die echte Welt zurückkehren und dort ist alles anders als im Film.

Gnadenlos werden hier Actionfilme parodiert und vor allem nimmt sich Schwarzenegger sehr kräftig selbst auf die Schippe. Hier erwartet einem eine wirklich sehr turbulente und rasante Actionkomödie, bei der nur manchmal der Humor übers Ziel hinausschießt. Mit den ständigen Übertreibungen kann man ja noch leben, aber manche Gags sind einfach nur noch dämlich. Man nehme da zum Beispiel mal die Zeichentrickkatze, oder den ständig schreienden Chef, welcher schon aus den Ohren raucht und da gibt es noch mehr diverse Kleinigkeiten. Doch wie die Klischees des Actionfilms hier durch den Kakao gezogen werden, ist schon toll anzusehen.
Außerdem ist der Film so rasant inszeniert, dass bei der Filmlänge von zwei Stunden keine Duststrecken auftreten. Eine Actionszene ist an die Andere gereiht. Es wird geschossen, verfolgt, massenhaft Sachschäden und Explosionen und ein paar kleine Fights inklusive. Bei der Action bleibt wirklich kein Wunsch mehr offen und sogar spannende Szenen sind enthalten, wo vor allem die mit dem Ripper hervorstechen ( Tom Noonan ). Natürlich musste der Gewaltpegel der FSK 12 Freigabe angepasst werden, daher sollte man keine Härten erwarten. Natürlich darf ein furioser Wortwitz nicht fehlen, denn hier werden Sprüche am laufenden Band geklopft.
Passend dazu gibt es einen rockigen bis metalbehafteten Score von Michael Kamen.

Arnold Schwarzenegger hat man bis dato noch nie so humorvoll gesehen. Er parodiert sich selbst und das macht er prächtig, doch auch in den Actionszenen tritt er gewohnt gut auf.
Austin O´Brian mimt seine Kinderrolle auch sehr gut und fällt dem Zuschauer nur selten auf den Wecker.
Doch richtig punkten tut die Gegenseite mit Anthony Quinn als dummen Mafiosi, Charles Dance als charismatischem Profikiller Benedict mit Glasauge und Tom Noonan als finsteren Massenmörder Ripper.

Fazit:
Last Action Hero parodiert das komplette Actionkino mit furiosem Witz, welcher teils aber viel zu übertreiben dargestellt ist. Trotzdem ist die Action rasant und toll inszeniert. Die Darsteller agieren alles sehr humorvoll, was auch gut so ist, denn ernst nehmen kann man den Film nie.
Lustiges Spektakel mit kleinen Mängeln, aber trotzdem wird der gewollte Effekt erreicht.

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