Der junge Danny (Austin O’ Brien) gerät dank einer magischen Kinokarte in den Film seines Lieblingshelden Jack Slater (Arnold Schwarzenegger). Der ist gerade mit der Aufklärung eines Mordes an einen Freund beschäftigt. Aufgrund Dannys Filmkenntnis wird Danny zu Slaters Partner, die beiden nutzen fortan alle Regeln eines Actionfilms für sich aus. Doch bald darauf gerät durch die andere Hälfte des Kinotickets der Oberschurke in die reale Welt und stiftet dort Chaos. Danny und Jack reisen zurück, wobei Jack sich mit dem Einfinden in die reale Welt schwer tut.
Wie die Kritiker weltweit über "Last Action Hero" herzogen, das dürfte sogar für Schwarzenegger in diesem Ausmaß neu gewesen sein. In erster Linie kritisierten sie die hirnrissige Story, was bei einem Actionfilm aber noch nicht zwangsweise schlecht sein. Hier ist es leider der Fall. Aufgrund von Fantasy-Einflüssen wirkt das gleich zu Beginn recht merkwürdig. Selbstverständlich können sich Fans des Films mit dem Argument retten, das alles sei nur eine Parodie auf alle möglichen Actionklischees. Ist ja auch eine tolle Idee, bloß wurde das in einer Art und Weise getan, wie es mir überhaupt nicht gefällt. Total unüberschaubar und wirr, keine Szene passt so richtig zur nächsten. Des weiteren hätte man darauf verzichten sollen, den kleinen Jungen immer erklären zu lassen, welches typische Element eines Actionfilms gerade eben aufs Korn genommen wurde. So wird man irgendwie für dumm verkauft und es scheint so, als ob die Zielgruppe bei ca. 10jährigen Pupsern liegt.
Andererseits sind ein paar Einfälle ganz nett, vor allem der Schluss beinhaltet ein paar Überraschungen inklusive gelungener Cameos von z.B. Van Damme. Dank des alten Haudegens John McTiernan können sich auch Actionszenen sehen lassen, alle recht temporeich inszeniert. Natürlich muss man in Sachen Härte gewaltige Abstriche machen, dafür ist das Zielpublikum zu jung.
Zu einem Totalflop kann man "Last Action Hero" also nicht ernennen. Weit davon entfernt ist er aber trotzdem nicht, einzig und allein gelungene Actionszenen und ein guter Schluss bewahren den Film davor. Ansonsten ärgert man sich über einen neunmalklugen Austin O’ Brien, der gottseidank wieder in der Versenkung verschwand, eine übertrieben temporeiche Inszenierung und ein paar ganz schlechte Witze (z.B. Anspielung auf "Der einzige Zeuge"). Entweder man mag diesen umstrittenen Streifen oder nicht, ich gehöre ganz klar zu letzterem. Die Argumente der Verfechter sind durchaus nachvollziehbar, trotzdem kann ich mit der Inszenierung überhaupt nicht anfreunden. Wer einen selbstironischen Arnie erleben will, sei "True Lies" empfohlen. Der ist beim fünften Mal noch um Längen besser als "Last Action Hero".