Minenexperte Rod Slater soll in der Sonderditch-Goldmine bei Johannesburg einen leitenden Posten übernehmen und unter strenger Geheimhaltung eine große Ader in der Nähe eines unterirdischen Dammes öffnen. Unterdessen verliebt er sich in die Frau seines Chefs, nicht ahnend, dass dieser mit internationalen Finanzhaien plant, den Goldpreis zu manipulieren.
Der heute vor 40 Jahren verstorbene walisische Schauspieler Ray Milland (eigentlich Reginald Alfred Truscott-Jones), erhielt 1946 den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Darstellung des Alkoholiker Don Birnam in Billy Wilders Das verlorene Wochenende und war damit der erste walisische Oscar-Gewinner.
In Gold spielt er den Besitzer der Sonderditch-Goldmine mit kühler Autorität, einen Kapitalisten, der im Gegensatz zu seinem Schwiegersohn seine Menschlichkeit noch nicht verloren hat.
Der in den Transvaal-Minen und Johannesburg gedrehte Film basiert auf Wilbur Smiths Roman Gold Mine von 1970 und spiegelt vor dem Hintergrund der damals andauernden Apartheid seine Zeit wider, denn unter Tage werden vornehmlich farbige Arbeiter eingesetzt, während die Vorarbeiter weiß sind. Auch Johannesburg ist deutlic weiß geprägt, die afrikanische Kultur wird letztlich durch eine Tanzshow zur exotisch anmutenden Randnotiz. Aus heutiger Sicht ein Unding, allerdings übernimmt Roger Moore als charmanter Rod mit großartiger Chemie zu Susannah York die Heldenrolle nicht allein. Er wird tatkräftig und entscheidend vom extrem sympathischen Simon Sabela als Big King unterstützt, der mich ein bisschen an Yaphet Kotto erinnert.
Die erste der beiden Stunden zieht sich etwas. Okay, die Story nimmt sich Zeit, die Figuren einzuführen, und davon gibt es durchaus einige, und auch, um die Liebesgeschichte zwischen York und Moore zu etablieren, doch das gerät leider alles etwas zu lang. Das reißt die zweite Hälfte locker mit einem sich stetig aufbauenden Spannungsbogen und höchst dramatischen Szenen in der Mine wieder raus. Die Flutung ist klasse und straff inszeniert und gefilmt und Dank Sabela ist man mehrfach mittendrin und dabei und wünscht seiner Figur einfach alles Gute.
Feine Katastrophen-Romanze mit charmantem Liebespaar. Die erste Hälfte schwächelt, die zweite ist im wahrsten Sinn mitreißend. Etwas kürzer hätte das ein super Ding sein können, so ist er aber immer noch gut gemacht und sehenswert.