Lance - Stirb niemals jung
Also da bin ich doch jetzt tatsächlich "stolzer" (?) Besitzer dieser "Special-Uncut" DVD-Fassung von "Lance" (Never too young to die). Der Streifen war schon Mitte der 80'er nicht so pralle, und wird mit der heutigen "Uncut"-DVD-Version auch nicht viel besser.
-Andererseits ist das Teil aber so herrlich "trashig", daß der schon fast wieder (zum Brüllen) gut ist.
Um es aber vorweg zu nehmen:
Auch wenn der folgende Text ein wenig den Eindruck erwecken mag, daß es sich bei diesem Film um eine Komödie handeln könnte; der Streifen ist ursprünglich als Actionfilm ausgelegt gewesen, wirkt aber (aus heutiger Sicht) eher unfreiwillig komisch.
Die Story:
Der "Super"-Agent: Drew Stargrove (Ex-Bond: George Lazenby) wird von seinem erbitterten Erzfeind: Velvet van Ragnar (köstlich "tuntig", "Kiss"-Sänger: Gene Simmons) ermordet.
Schade nur, daß Agent Startgrove die ersehnte Computerdiskette nicht dabei hatte, mit der die Wasserversorgung der Stadt atomar verseucht werden sollte...
Nun ja, wie es sich so ergibt findet Startgroves 18-jähriger Sohn: Lance (John Stamos) die Diskette in einem "Freßpaket" von seinem kürzlich verstorbenen Daddy. Ohne zu ahnen, was er damit soll (denn Daddy hatte seine bisherige Geheimagenten-Tätigkeit "mächtig" geheim gehalten), fährt er erstmal in das soeben geerbete Häuschen am Stadtrand. Dort angekommen wird Lance zunächst in eine wilde Schießerei verwickelt, die aber dank der Top-Agentin und ehemaligen Partnerin seines Vaters (Vanity) gut ausgeht. Das Haus erweist sich als geheimer "Geheim"-Stützpunkt, in dem allerlei ("geheimer") technischer Spielkram (a la James Bond), und natürlich jede menge Waffen nur so herumliegen. Zusammen mit einem Freund, der Top-Agentin, und haufenweise Waffen im Gepäck (die z.T. selbstgebaut sind, wie in "Goonies") macht Lance sich auf den Weg...
Naja, alles in allem muss dann Daddys Tod gerächt, die schöne Jungfrau befreit*, der Schurke vernichtet, und die Stadt gerettet werden.
*(Ups; wenn der "Held" nicht schon vorher mit der hübschen, jungen Frau ins Bettchen gestiegen wäre...)
Bevor die Computerdiskette von Ragnar's Helfer (Robert "Freddy" Englund) also zum Einsatz kommt und die Wasserversorgung der Stadt für Millionen von Jahren atomar verseucht wird, kommt es zum großen Showdown zwischen Lance und Ragnar...
Die Story ist in etwa so durchgeknallt, wie Gene Simmons (den mochte ich eigentlich noch nie).
Aber gerade das macht den Film schon fast wieder irgendwie liebenswert. Das Teil ist "Trash" (oder auch Unsinn) allererster Güte; in etwa so wie "Elvira - Mistress of the Dark" (ein ebenso wunderbar, trashiger Film; PS: wann kommt der endlich in Deutsch auf DVD ?!).
Immerhin kommen die 80'er Jahre recht gut rüber, was auch z.T. an der schön poppigen Musik liegt.
-Also alle Leute, die heute unter 30 sind**, dürften mit diesem Machwerk wohl wenig anfangen können, zumal der eigentlich so "behämmert" ist, daß es schon fast wieder weh tut; äh, gut ist.
**(Ich hab' jetzt absichtlich einen etwas höheren "Wert" gewählt, weil ein heute 20-jähriger Mensch wohl kaum mit 1 Lebenjahr diesen Film gesehen haben dürfte, als der herausgekommen ist).
Die nachträglich eingefügten, englischen Uncut-Szenen (bei der Prügelei im Haus, die in der ursprünglichen Version nicht, oder nicht in der Form enthalten waren) stören erheblich den DVD-Genuß dieses Streifens im ollen 4:3 Format.
Fazit:
Für alle Leute über 30 (also die, die die 80'er miterleben durften) sicher wunderbar spaßige Unterhaltung mit absolut keinem Niveau. Das ist "Popkorn"-Kino unterster (nein, hinterster) Kategorie, was ca. 96 Minuten lang, mehr oder weniger köstlich (komisch) unterhält.
-Und dann hat man das soeben gesehene auch schon wieder vergessen...
(Ist vermutlich auch besser so).