Review

Toll-trashiges Tohuwabohu


„Never Too Young To Die“ ist reinster, feinster Schmarn. Ein Volltreffer und Kind seiner Zeit, ein 80s-Actionbrett für Kindsmänner, Kultkenner und Kornbrenner! Hier steigt Lance Stargrove (what a Name!!!) in die großen Fußstapfen seines Geheimagentvaters, der von einem verrückten Hermaphroditen getötet wurde, welcher eine „Mad Max“-Gedächtnisgang um sich gescharrt hat und nun die Trinkwasserversorgung vergiften will. Mittendrin macht ihn spätestens Popstar und Sexsymbol Vanity zu einem echten Mann, in einer der lustigsten Sexszenen in der Filmgeschichte. Und Freddy Krueger in einer weirden Nebenrolle… Holy moly!

The Schlocky Action Picture Show

Das muss man sehen, um es zu glauben. Eine Phrase, die das geldschluckende Schweinchen schon ewig fast platzen lässt. Aber bei „Lance“ stimmt das einfach ideal. Ein totales 80er-Unikum, das nur zu dieser Zeit entstehen und aufblühen konnte. In ganzer, bizarrer und trashiger Pracht. Ein Bösewicht zwischen den Geschlechtern und für die Geschichtsbücher. Einmal-Bond Lazenby spielt bierernst seine „Paraderolle“ - und doch steht sein Filmsohn im Mittelpunkt. Samt legendärer Sexszene mit dem heissesten Sexsymbol ihrer Zeit, Vanity. Einmalig und köstlich. Action, Erotik, Witz. Alles dran, alles drin. Kitzel und Kalauer. Kein Geringerer als Robert Englund im noch zaghaften Frühruhm seiner „Elm Street“-Zeit. Zu John Stamos sagte damals kein weibliches Wesen dieser Welt nein. Gene Simmons, das Zünglein an der Waage. Nochmal: wirklich ein grandioser Bösewicht, der All-In geht. Ein kurzweiliges Kleinod meiner liebsten Periode. Ein Cheesefest ohne Gleichen. Zwischen Lachflash und Bodycount. Wie von einem Kind gemacht - aber nie wirklich für Kinder gemacht :D! 

Fazit: absurd, actionlastig, abgefahren! Total 80s! Total geil! Im ungemein unterhaltsamen Niemandsland zwischen James Bond und Troma. Diesen Stargrove lässt man gerne an sich ran! 

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