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So, dann will ich auch noch mal, wenn’s auch vermutlich bei der Vielzahl der Kritiken kaum noch eine Sau interessieren wird. Deshalb schnell in aller Kürze: Sam Raimis Regiedebüt ist mitnichten ein Meisterwerk in Sachen Horrorfilm, wie man anhand der Durchschnittsbewertung hier erwarten könnte, doch trotzdem Kult, Klassiker und verdammt wirkungsvoller Schocker in einem, der inzwischen ohne Frage in einem Atemzug mit dem „Texas Chainsaw Massacre“, „Halloween“ oder „Nightmare on Elm Street“ genannt werden kann. Vollends in die Liste der Berühmtheiten durch den denkwürdigen Beschlagnahmebeschluß der Münchner Staatsanwaltschaft aufgenommen, überzeugt der Film vor allem durch seine für ein Budget von gerade mal 380.000 Dollar atemberaubenden und stilprägenden Kamerafahrten des unsichtbaren Bösen und eine durchgehend unheilschwangere Atmosphäre, die am besten in der gleichsam geschmacklosen wie mitreißenden Baumsequenz zum Tragen kommt, danach leider nur noch eher selten. So ab Drittel zwei watet man in der abgelegenen Waldhütte vielmehr nonstop durch eine Schlachtplatte, belegt mit viel Make-up-Salat und blutiger Effektsuppe der krudesten Sorte, manchmal professionell, meistens lächerlich aussehend. Inhaltlich kommt „Tanz der Teufel“ natürlich nicht mal in die Nähe des Gewinns eines Blumentopfes und auch auf Darstellerseite sucht man Qualität vergebens (inklusive Bruce „Ash“ Campbell), dafür wurde sichtlich mit viel Herzblut zu Werke gegangen, die netten Schocks für zwischendurch sitzen konstant perfekt (so oft bin ich schon lange nicht mehr während eines Films zusammengezuckt) und Durststrecken tun sich dankbarerweise auch keine auf. Was will man mehr?

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