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Eine Gruppe von Jugendlichen macht Urlaub in einem verschlafenen Wald. Sie residieren in einer heruntergekommenen, kleinen Holzhütte. Bei der Observierung fällt den Jugendlichen ein seltsames Buch und ein Tonbandgerät in die Hände. Durch das Abspielen des Tonbands wird dann aber ein Beschwörungsformel gesprochen, die die Dämonen des Waldes weckt. Von nun an nimmt dan Böse die Überhand und macht aus den ahnungslosen Personen nach und nach diabolische Kreaturen, bis sich am Ende nur Ash (Bruce Campbell) der Gefahr entgegenstellen kann.

Sam Raimis früher Durchbruch profitiert enorm von einem kreativen und dynamischen Stil. Der Film ist voll von gelungenen Kamerafahrten und durchdachten Perspektiven. Auch wenn Wackler bei der Kameraführung nicht selten sind, verhilft die Präsentation dem Film zu einer wirklich tollen Atmosphäre. Diese wird aber auch von einem guten Score getragen. Daneben ist die Geräuschkulisse sehr aufdringlich eingesetzt. Andauernd pocht es irgendwo und andere ominlse Laute lassen einen stets glauben, die Hütte befände sich im Mittelpunkt des Bösen.

Die Story mag nicht sonderlich kreativ sein, wird aber von vielen kleinen Ideen ordentlich aufgepeppt. Kleines Highlight ist dann zum Beispiel eine Szene, in der die von Angst erfüllte Cheryl (Ellen Sandweiss) vom Wald misshandelt wird. Der Gewaltgrad im Film ist sehr hoch mit viel Blut und abgeschlagenen Körperteilen oder anderen Verletzungen. Für viele ist dies Markenzeichen des Films, da die Effekte dem niedrigen Budget zum Trotz erstaunlich gelungen sind. Bei den anfänglichen Auseinandersetzungen ist auch ein gewisses Maß an Humor vorhanden. Gegen Ende jedoch lebt der Film nur noch von seinem Adrenalin und wird dezent einfallslos. Es fehlt in der Schlussphase wirklich an Alternanz, was beim ersten Sehen vielleicht noch verschmerzbar ist.

Die Darsteller haben defenitiv noch wenig Erfahrung im Schauspielern (gehabt) und werden den eigentlich geringen Anforderungen des Films nur gerade so gerecht. Teilweise sind auch die Dialoge etwas plump, so dass man nicht alles auf die Darsteller schieben muss. Tatsächlich schaden die mittelprächtigen Leistungen hier auch nicht wirklich, da der Film sich ja auf seine Stärken verlässt.

Insgesamt ist "Tanz der Teufel" ein sehr schön inszenierter Film mit ordentlichen Effekten und viel Gewalt, dem am Ende aber hinsichtlich der Kreativität ganz schön die Puste ausgeht. So bleibt der Streifen gehobene Unterhaltung für Fans des vergeudeten Blutes!

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