So, da will ich zu den X-Reviews hier auch mal meinen Senf dazu geben:
"Evil Dead" ist sicherlich einer der bekanntesten (wenn nicht der bekannteste) Splatterfilme überhaupt, was nicht zuletzt an dem lächerlichen Rechtsstreit um seine Beschlagnahmung liegt. Verdient hat er diesen Ruhm eigentlich nicht... aber dazu komm ich später.
Erstmal zum wesentlichen: Man merkt diesen Film an jeder Einstellung, jeder Aktion an, dass es ein Projekt von Newcomern ist und dass die wirklich Spaß an ihrer Arbeit hatten. Sie beachten keine Zensurschranken, keine gesellschaftlichen oder moralischen Regeln sondern filmen, was und wie es ihnen gefällt. Und genau das macht den Film aus. Da er sich selber nicht ernst nimmt, was besonders an dem grandiosen Bruce Campbell zu merken ist, kann das auch nicht der Zuschauer und so mutiert der Streifen eigentlich zum Fun-Splatter. Für einen Film dieses Genres hat er aber ungewöhnlicherweise noch viel Spannung sowie sehr innovative Regie-Ideen, wie z.B. lange Kamerafahrten oder schräge Perspektiven. Hier merkt man wirklich, dass der Regisseur was auf dem Kasten hat.
Die Story ist eigentlich nicht erwähnenswert und nur Mittel zum Zweck, der aus viel Splatter (der Budgetgemäß größtenteils ziemlich billig, aber lustig aussieht) und Situationskomik besteht.
Warum hat er aber seinen Ruhm nicht unbedingt verdient? Ganz einfach, es gibt X-Studenten Splatter Filme, die sich selber nicht ganz ernst nehmen und qualitativ auch nicht schlechter als "Evil Dead" sind, blos dass diese eben nicht durch so einen Medienrummel berühmt geworden sind.
Trotzdem ist er für Fans des Genres (oder welche, die es werden wollen), sehr empfehlenswert!
"Evil Dead" ist übrigens einer der wenigen Fun-Splatter-Filme, die man sich auch alleine und im nüchternen Zustand angucken kann, ohne dass sie langweilig werden.
9/10