"Tanz der Teufel" war für mich, wie auch für viele andere, die Einstiegsdroge ins Horrorgenre. Als ich ihn mit 12 das erste Mal sah, habe ich wohl soviel Angst verspürt, wie noch nie in meinem Leben. Und seit dem interessiere ich mich dafür, wie man mit Bildern und Ton Atmosphäre macht. Denn die Atmosphäre von "Tanz der Teufel" ist überragend, der Film hat einen genialen Score und man fühlt sich schon am Anfang, als die Kamera aus dem Wasser Richtung Wald fährt, unwohl. Die Kamerafahrten tragen auch zur Atmosphäre bei, man weiß nie, was da Bedrohliches auf die Akteure zufährt. Der Zuschauer ist sich nur sicher, es kann nichts Gutes sein. Die Splattereffekte in dem Film sind erstklassig und erreichen auch 18 Jahre nach erscheinen noch ihre Schockwirkung. Einer der wenigen Filme, der brutal und übermäßig spannend gleichzeitig ist, ein Kunststück, was in meinen Augen keinem weiteren Film gelang. Die phantastische Leistung der Akteure trägt ebenfalls sehr zur Atmosphäre bei. Ewig lange Kamerafahrten, ein harter Score, der dunkle Wald, die Ungewißheit, sowohl für Zuschauer als auch für die Akteure, ob man alleine ist, oder nicht, das weckt die Urängste im Menschen und definiert so den Begriff Horror, den viele mit Splatter verwechseln. Einer der wenigen Filme, die wirklich Kultklassiker sind, und die man wirklich gesehen haben muß.
Die Beschlagnahme von Video- und Kinofassung ist erbärmlich, Kunst ist halt in Deutschland etwas unwichtiges.