Im Jahre 2020 beherrschen Japan und die USA einen von Anarchie und Gewalt geprägten Planeten. Supercops wie Alex Rain versuchen, Recht und Gesetz durchzusetzen - mit gnadenloser Gewalt. Eine fortgeschrittene Medizin, die nahezu jedes Körperteil ersetzen kann, hat aus diesen Polizisten halbe Cyborgs gemacht. Auch Alex, der bei seinem letzten Auftrag verwundet wurde, ist eher eine kybernetische Maschine als ein Mensch. Er will aussteigen, aber seine Vorgesetzten lassen ihn nicht in Ruhe, zwingen ihn zur Suche nach einem Superchip, durch den man die Politiker der Welt durch Cyborgs ersetzen kann. Diesen Chip wollen auch die "Hammerheads", die letzten wirklichen Menschen. Alex Rain muß sich entscheiden, auf welcher Seite er kämpfen will.
Gebt dem Kollegen Albert Pyun ein altes Fabrikgelände, dann ist er happy und dreht in kürzester Zeit seine Lieblingsfilme, Hauptsache es sind Cyborgs dabei, die Welt liegt darnieder und fertig ist der nächste Endzeit Thriller. Zumindest scheint er hier seine Kernkompetenz zu lagern, denn zurecht sagen die meisten, das neben Nemesis der sonst einzig gescheite Film des Hawaiianers Cyborg ist und quasi ähnlich gelagertes Terrain abgrast.
Das der Beginn der Nemesis Quadrologie was taugt liegt aber zunächst mal daran, das so etwas wie ein brauchbares Budget vorhanden war. Da lassen sich solide Darsteller auch für Nebenrollen gewinnen, Big Ass Explosionen knallen und auch schicke Babes mit Ledermänteln und Sonnenbrille mit dicken Wummen dürfen ordentlich Budenzauber veranstalten. Vor allem sieht die Action richtig professionell aus. Allein der lange Shootout zu Beginn stünde auch einem 100 Mio Blockbuster nicht schlecht zu Gesicht und auch das lange Finale und die Dschungelhatz brauchen sich nicht zu schämen. Freunde des gepflegten Tempos und vielen Shootouts werden ihre Freude haben.
Da macht es auch nicht so viel aus das Hauptdarsteller Gruner schauspielerisch maximal halb so viele Gesichtsausdrücke wie Steven Seagal zu bieten hat und die Story ein ziemlich undefinierbarer Kappes ist, Hauptsache es rummst anständig. Offensichtlich scheint Pyun ja nicht ganz unfähig zu sein (wie viele seiner Werke ja vermuten lassen), bleibt nur die Frage warum verdammich zeigt er das nur so selten. Alle vier Filme gibt es recht günstig in einer schnieken Thin Pack Box zu kaufen und zumindest die ersten beiden sind brauchbar, leider zeigt Pyun spätestens ab dann wieder sein böses Gesicht.
7/10