Familie Robinson macht sich auf ins All und in die Neuverfilmung der alten Sixties-Serie.
Die Story selber ist anfangs in Ordnung, driftet in der zweiten Hälfte aber leider ins Konventionelle ab. Die Story der Zeitschleuse ist nicht die neueste, wurde aber trotzdem akzeptabel umgesetzt. Gelegentliche mittelmäßige bis gute Gags sorgen für etwas Auflockerung.
Die Darsteller überzeugen, der kleine Junge wirkt gelegentlich neunmalklug, aber keinesfalls total nervend.
Visuell ist das ganze mit seinen 750 Spezialeffekten eine wahre Pracht. Das Spektakel im "Star Wars"-look-a-like kann in dieser Beziehung völlig überzeugen. Lediglich die Szene als das Raumschiff aus dem Hyperraum ausstritt (gegen Mitte des Films) sah am Ende der Szene stark aus wie flux am PC gebastelt (bezogen auf den hinten sichtbaren Planeten).
In Sachen Logik gibt es durchaus Schwächen, genauso wie in der Charakterzeichnung. Aber welcher Film hat das nicht. Störend fällt das ganze nicht aus; aufgrund der grafischen Effekte und dem bombastischen Sound denkt man kaum darüber nach.
Keinesfalls erwarten sollte man ein heftiges Spektakel im düsteren Ambiente. Dann wird man an dem Streifen wenig Gefallen finden. Das Ganze geht mehr in die Richtung "familienfreundlich". Zimperlich ist das ganze zwar auch nicht, doch wie gesagt: Man sollte nicht einen Film a la "Event Horizon" erwarten, dann macht "Lost in Space" auch Spaß.
Am besten entfaltet sich das Abenteuer, wie man sicher denken kann, auf einem großen Bildschirm. In Verbund mit einem entsprechenden Soundsystem kommt der Film dann besonders gut rüber. Die paar Schwächen und Klischees kann man dabei noch besser verzeihen.