Review

Der Vietnamkrieg liegt in den letzten Zügen, die Amis ziehen nach und nach ihre Truppen zurück. Hier steigt auch unser Filmchen ein, in der annehmbaren Beginn-Actionsequenz überfällt der Vietcong eine Missionsstation, metzeln die verbleibenden US-Soldaten der Reihe nach nieder und würden sie mit dieser Kompetenz und Konsequenz weitermachen würden, wäre der Film nach 30 Minuten vorbei. Stattdessen müssen danach deren Truppen ausgetauscht worden sein, denn ab da führt sich Charlie auf, wie deren Äquivalent des Suizidkommandos der judäischen Volksfront. Egal ein kleines Häufchen Überlebender flieht in dem titelgebenden Bus. Hierzu fielen mir spontan drei Dinge ein.
1. Was bitte macht ein Original Ami Schulbus in Vietnam? Wer hat den Transport bezahlt?
2. Wenn ich wirklich so einen Bus vor Ort habe, warum belasse ich ihn in der sicher hilfreich dezent unauffälligen Tarnfarbe knallgelb?
3. Ich habe meine Zweifel das christliche Missionare mit mit dem Kennzeichen ´"NBG 666" durch die Gegend cruisen.
Während der Fahrt schließen sich 3 versprengte GI´s an. Müssen wohl Elitetruppen sein, denn auf Munitions- und Spritsuche wird nebenbei ein ganzes Kommielager geplättet (wie konnte die US-Army bloß den Krieg verlieren, 3 Marines machen dutzende Gegner locker platt?). Und so gehts weiter der Vietcong Bodycount nimmt bei diversen Scharmützeln astronomische Höhen an und gegen Ende darf auch der eine oder andere der Guten heroisch den Löffel schmeißen.
Warbus ist so ein typischer Kriegsfilm, die Action stimmt soweit, zwischendurch darf auch ein wenig gemenschelt werden. Leider sind wie gesagt die Vietnamkrieger dermaßen dämlich, das jeglicher Anflug von Realismus im Keim erstickt wird. Für Baujahr 1985 hat der Film eine sehr gute Bildqualität, soll ja auch mal gelobt werden. Allerdings möchte ich wetten das das ein italienischer Streifen ist und kein amerikanischer, sieht zumindest genauso aus wie Italo-80er-Produkte.
5/10

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