Allein schon bei dem Namen Godfrey Ho haben bei mir alle Alarmglocken gleichzeitig gebimmelt. Er ist zwar nur ausführender Produzent, trotzdem ist " War City Platoon " einfach nur grottenschlecht. Regisseur Philip Ko hat noch nie gute Filme beim Publikum abgeliefert, aber dieser Billigactioner hat die Grenze zwischen Gut und Böse schon um einige Längen überschritten. Zugegeben, das Budget war sehr knapp, aber keiner der Filmemacher hier, hat etwas auf dem Kasten. Obendrauf ist die deutsche DVD Auswertung von Best Entertainment / KSM mal wieder unter aller Sau. Hier haben nicht mal die hartgesottensten Action oder Trashfans ihre Freude dran.
Story:
Der junge Eric will eigentlich nur einen Kumpel in Hongkong besuchen, nämlich den Journalisten Hogan. Der war gerade den Machenschaften des Gangsters Stockwell auf der Spur und somit findet Eric bald die Leiche. Aber Keiner will ihm glauben und so macht er sich im Alleingang auf die Suche nach dem Täter. Auch Polizist Jack Kelly ist hinter Stockwell her. Nach einigen Mordanschlägen holt der rauhe Cop mit seiner schlagfertigen Partnerin Joanna zum großen Gegenschlag aus. Auch Eric steht bald dem Mörder von Hogan gegenüber. Die Zeit für seine Rache ist gekommen.
Die Schauspieler sind nur eine von vielen Katastrophen dieses Films. Die dargebrachten Leistungen sind schlichtweg zum Heulen und bieten massenhaft unfreiwillige Komik. Dazu ist die deutsche Synchro dermaßen schlecht. Man beachte nur mal die Beschimpfungen wie " Loddell "oder was auch immer das sein soll. Da waren absolute Amateure am Werk. Aber auch im Original sind die Darsteller keinen Deut besser.
Da ist die Story immer noch das Beste an der Sache, obwohl auch die langatmig und unspannend in Szene gesetzt wurde. Es geht nur um einen Mord und anschließende Rache. Wenn man das Ganze großzügig sieht, reicht das auch aus als Story für einen Actioner, doch dafür muss der Rest stimmen, aber hier stimmt nun mal gar nichts. Die vielen Dialogen sind unsinnig und lächerlich und Eric, der aussieht wie Bruce Lee für Arme, wird von einer Frau nach der Nächsten angebaggert. Ermittlungen gibt es hier Keine, denn die Schergen von Stockwell planen ihre Mordattacken so stümperhaft, dass man die Indizien immer zugetragen bekommt. Genauso ist es bei Jack Kelly, der scheint unterbezahlt zu sein als Polizist und spaziert die ganze Zeit durch die Gegend, trägt immer den selben, scheußlichen, blauen Mantel und wird jedesmal überfallen. Wie blöd muss man eigentlich sein ? Beim zweiten Überfall bekommt er sogar ein Messer in den Bauch gerammt und ein paar Minuten später ist er wieder auf Deck, kann schießen, herumhampeln und sich lächerliche Prügeleien leisten. Die winzigen Kung Fu Einlagen sind völlig unspektakulär, genauso wie die kleinen Schusswechsel. Der Bodycount bleibt immer niedrig und ausser zwei alten Rostlauben, wird nichts verschrottet. Nebenbei gibt es noch eine kleine Verfolgungsjagd, die aber auch auf unterem Niveau gefilmt ist. Die zwei Explosionen sind viel zu klein geworden, es waren halt nur Stümper am Werk.
Der Score hat, wenn es hoch kommt, drei verschiedene Melodien zu bieten, immerhin können Die sich halbwegs hören lassen. Auf die Kulisse wurde beim Drehen überhaupt kein Wert gelegt. Man hält sich immer in Gegenden ohne jegliche Schauwerte auf, da nützt das sonnige Klima auch nichts.
Fazit:
Zwar bekommt man die DVD hinterhergeschmissen, aber dieser Film ist nicht mal die paar Cents wert. Hier stimmt überhaupt nichts. Die Darsteller sind einfach nur stümperhaft, Kamera und Regie haben überhaupt nichts auf dem Kasten, über die lahme Story kann man eventuell noch hinwegsehen, aber nicht über die stinklangweilige Inszenierung. " War City Platoon " zwingt selbst den eingefleischten Fan in die Knie. Bloß nicht angucken !