Review

Zuerst war ich skeptisch bei diesem FSK 6 Kampfsportfilm, doch wurde positiv überrascht, als dieser sich gänzlich anders entwickelte als zuerst vermutet. Eigentlich handelt es sich bei Fightgirl um ein waschechtes Sozialdrama über die Probleme eines türkischen Mädchens, das sich zwischen den zwei Kulturen kaum zurecht findet. Die Kung Fu Szenen sind schön anzusehen, wenn auch zeitweise etwas übertrieben choreographiert, treten aber erst im letzten Drittel in den Vordergrund. Davor sieht man die niedliche Ayse bei ihrem auswegslosen Versuch es ihrer Familie recht zu machen und trotzdem ihren Weg zu gehen. Dabei trifft das zierliche Mädchen auf derart verborten Wiederstand, dass der Film großteils eine recht deprimierende Angelgenheit ist. So wächst die Wut beim Zuschauer auf Aysa's Umwelt immer weiter, was für die authentischen Darsteller spricht. Gegen Ende des Streifens gibts ein erlösendes Kampsportturnier, indem Ayse endlich ihre Fäuste sprechen lassen darf. Unterm Strich empfand ich den Streifen als absoult mitreißend und wichtig und wesentlich interessanter als der thematisch ähnliche "Gegen die Wand". Die Kämpfe sehen übrigens keineswegs nach FSK 6 aus, also nicht abschrecken lassen.

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