Überraschung! „Paranormal Activity“ ist im Prinzip ein Amateur-Film ähnlich „Blair Witch Project“, bestehend lediglich aus „privaten“ Kameraaufnahmen des von seltsamen Phänomenen verfolgten Pärchens, der bereits in den USA zu einem absoluten Kassenschlager wurde. Und ich bin überrascht, wie gut auch nach „Blair Witch“ dieses Konzept noch funktioniert: Es handelt sich hier nämlich nicht um einen uninspirierten Abklatsch, sondern um so ziemlich den besten Suspense-Horror, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Wie hier mit einfachsten Mitteln sich nach und nach entfaltender maximaler Grusel erzeugt wird, zollt mir Respekt ab. Die Darsteller, insbesondere Katie, wurden gut gecastet, denn statt des üblichen Tausendschönchens bekommt man eine erfrischend natürliche und dadurch glaubwürdige junge Frau zu sehen, die versucht, trotz unheimlicher Erscheinungen ihren Alltag so normal wie möglich zu gestalten. Das Finale ist dann ein echter Schocker, der im Kino ganz hervorragend aufs Publikum wirkte. Für mich der gruseligste Film seit „The Ring“ und der Beweis, dass subtiler Horror kein hohes Budget und großartige Tricktechnik benötigt.
Trotz des Hypes: Ansehen!