8
Inhaltlich gesehen kein zeitgemäßer Film mehr. Je mehr man über die Eltern nachdenkt, umso ärgerlicher wird es (fürs Kind). Nun ja, in den 80ern sah man das wohl nicht so streng und die Botschaft der Zusammengehörigkeit findet sich auch im Kontext wieder. In Zeiten wo toxischen Beziehungen zur alltäglichen Sprache werden, stellen sich mehr Fragen auf als dem Regisseur wohl heute lieb wären. Wirklich beeindruckend und immer noch funktionierend sind die Bilder. Die kargen Landschaften sind so super eingefangen, dass ich mich kaum satt sehen konnte. Auch der minimalistische Score passt super. Mitsamt den überzeugen Darstellern sind das wesentliche Attribute, die den Film noch auf eine hohe Punktzahl befördern.
7
"Paris, Texas", von Wim Wenders ist ein anspruchsvolles Road-Movie. Als Zuschauer muss man sich aber auf den sehr ruhigen Erzählsfluss einlassen, dann erhält man eine atmosphärische Geschichte, die ungemein gut gespielt ist und intensive Einblicke in die Charaktere ermöglicht. Das Ganze gerät mitunter aber auch etwas langatmig, doch dafür entschädigen zumindest in Teilen die tollen Bilder, gute Dialoge und Wenders' Gespür für skurrile Situationen. Das Geschehen wird dabei immer wieder begleitet von den genialen Gitarrenklängen Ry Cooders. - "Paris, Texas" benötigt etwas Zeit um in Fahrt zu kommen und verlangt dem Zuschauer über viel Aufmerksamkeit und bei einer Laufzeit von beinahe zweieinhalb Stunden auch eine Menge Sitzfleisch ab.