Review

Diesseits der Langeweiler Lloyd Simandl und Andreas Bethmann muß dies die trashigste Frauenknastgranate aller Zeiten sein - wobei sich WIP und Trash ja in den seltensten Fällen ausschließt...

Um dem Machwerk Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, muß man sagen, daß es wohl schon als Parodie angelegt ist. Aber auch solche haut es ziemlich weit daneben. Der verrückteste Lagerarzt und die trotteligsten Wärter, die knackigsten Insassinnen (wobei knackig ohne jedes Filmtalent leider nicht wirklich erotisch wirkt), ja, sicher, aber was fehlt ist irgendeine Härte und auch der Sexfaktor ist erstaunlich gering, obwohl ständig "davon" geredet wird. Dafür gibt es die bescheuertsten Woodoo-Szenen und die originellste Bestrafungsmethode: Katzen, denen eine Indianerdroge (!) gespritzt wird, um deren niedrigste Instinkte (!) zu wecken, werden auf die Mädchen geschleudert. Seeing is believing! Ebenfalls nicht von schlechten Eltern, die Szene mit dem Löwenbaby, das mitten in der Zuckerrohrplantage mutterseelenallein auftaucht bzw. aufpfaucht und von der Heldin sanftgeredet wird.

Als Szene, die abseits des Trashfaktors als gelungen durchgehen können, fällt mir nur die Mädchenbalgerei im Minikleid am Lagerfeuer ein. Ja, es werden in diesem Frauencamp regelmäßig stimmungsvolle Lagerfeuerabende mit Musik veranstaltet, dafür wird aber eine Vergnügungssteuer eingehoben... Unglaublicher Film, wohl auch ohne die deutsche Synchro, die sogar mit dem Satz "Wir sind hier nicht in der Schwarzwaldklinik" aufwartet. Aber wenn ich mir den Gesichtsausdruck der Schauspieler ansehe, habe ich den Verdacht, daß die Dialoge im Original nicht wirklich viel anders sind.

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