Wer vermag zu wissen, welches Böse in den Herzen der Menschen schlummert? Der Fantom Killer weiß es. Schließlich ist er eine tödliche Manifestation des Bösen mit einem noch furchtbareren Manifest... Seine Rache, die er für die Frauenhasser dieser Stadt ausübt. Ohne Anhaltspunkte zu den Motiven der schrecklichen Morde ist die Polizei völlig uneffektiv, lässt das weibliche Volk mit seinem Mitleid allein und wiederum muss eine nach der anderen auf grausame Weise ihr Leben lassen.
Mein bisher erster und auch hoffentlich einziger Ausflug in die polnische Fantom Killer Reihe führt zu Teil zwei. Da hat offensichtlich jemand seine Arbeit im Vorgänger nicht beenden können und führt so hier sein interessantes Hobby Nuttenmorden fort. Um quasi das Fazit mal vorweg zu nehmen. Der Film ist billig, die Darsteller, ohne jetzt tiefgehende Fachkenntnisse zu haben, gehören jetzt sicher nicht Polens erster Schauspielerriege an, und überhaupt wirkt das Alles hier, wie eine reine Amateurproduktion (nur die Darstellerinnen kann man im richtigen leben wohl durchaus als "Professionelle" bezeichnen).
Hier versucht man sich an einem wilden Mix aus Horror und Thriller und mein erster Gedanke war dann schnell, wo hört eigentlich der Krimi auf und fängt der Porno an. Das Zielpublikum jedenfalls ist eindeutig beim männlichen Geschlecht zu suchen, denen der detaillierte Anblick des weiblichen Intimbereiches ein gewisses Maß an Freude bereitet (falls ihr versteht was ich meine, werde hier sonst wegzensiert). Splattereffekte sollte aber keine erwarten, die Morde sind extrem unspektakulär, da möchte ich einfach mal pauschal den Machern und Darsteller einfach mangelndes Wissen und Talent unterstellen.
Allein aber dieser konzentrierte Dilettantismus kann aber auch zu Erheiterungen führen. Allein die Figur des ermittelnden Kommissars Polanski ist dermaßen schräg, das man schon fast an eine bewußte Parodie glauben könnte (und ich sogar tue). Gegen den Typen ist Inspecteur Clouseau James Bond persönlich, seine professionelle Arbeitseinstellung, besteht aus Wodka, Kippen und Pin-up Kalender im Büro und hat ein Frauenbild, das sogar im Orient als zu radikal verpönt wäre. Hier werden Dialoge gebracht mit denen man eine ganze Jahresstaffel an Emma Heften füllen könnte.
Allein der erste Undercover Einsatz einer Beamtin hat mich gleich mehrfach zum prusten gebracht, wenn sich die Dame direkt neben dem Täter mehrfach lautstark mit ihrem Uhrenfunkgerät spricht, der Cop zu doof ist einem Auto in einsamer Gegend zu folgen und natürlich an der anschließenden Katastrophe Schuld, da man Sender und Mikro installiert hat, aber mangels eines simplen Peilsenders den Tod einer Kollegin zu verschulden hat. Junge, Junge, den Bericht an deine Vorgesetzten möchte ich wirklich lesen.
Aber um es kurz zu machen, Fantom Killer 2 ist völliger Kappes und maximal für onanierwillige Besucher von Bahnhofskinos oder so Trashidioten wie mich geeignet. All ihr nomalen Leute da draußen sollten einen Bogen darum machen.
3/10