Der abergläubische Mike McBride überredet Navyseals-Kumpel Roy zur "Attack on Devil's Island". Dorthin wurde die amerikanische Turnermann-frau-schaft von einem abtrünnigen Navyseal verschleppt, um seinen Brötchengeber, Drogenboss Gallindo, freizupressen. Bikini-Schönheit und toughe Drogen-Agentin Hunter schließt sich ihnen an. Sie machen ihren Weg durch Gewässer voller Haie und nehmen es mit Hilfe von Pyrotechnik, einem stattlichen Waffenarsenal und Muskeln mit Gallindos Privatarmee auf.
Irgendwie haben Action/Kriegsfilme im TV-Format doch schon verloren bevor sie überhaupt abgedreht worden sind, denn sie unterliegen nun einmal reichlichen Vorgaben und Restriktionen. Es darf zwar, wie auch hier, reichlich gestorben werden, aber Blutstropfen sind nunmal ein NoGo, das ja vielleicht die labile Psyche eines wachgebliebenen Kindes aber so etwas von schwer schädigen könnte, das man sie komplett wegläßt. Das macht das Endergebnis doch etwas unrealistisch und treibt ide Fans von harten Ballereien letztendlich doch wieder in die FSK 18 Abteilung ihres Videothekendealers.
Man muß den Shadow Warriors zwar durchaus konstatieren, das die Action Set Pieces sich aber sonst sehen lassen können. Es wird nach Kräften alles in die Luft gejagd, was die Chinaböller der Pyrotechniker hergeben, geschossen wird reichlich und die tragbare Gatlin Gun seh ich immer wieder gerne, aber eben nur soweit das die Statisten die Arme in Luft reißen, umfallen und danach aus dem Spiel sind.
Die Handlung setzt sich dabei aus klassischen Mustern des Actionkinos zusammen. Eine achtköpfige Navy Einheit macht sich auf dem Weg einen bösen Drogenlord einzukäschen, wird aber durch internen Verrat ausgebremst. Der Chef der Einheit, Hogan als Tai-Chi Kampfpanzer, verliert seinen Glauben, verläßt desillusioniert den aktiven Dienst, wird vom besten Kumpel reanimiert und besiegt seinen inneren Schweinehund, um am Ende die bösen Jungs erfolgreich zu verkloppen. Der Plot ist zwar mittlerweile ziemlich abgenudelt, funktioniert aber mit guten Charakteren immer noch.
Davon hat Shadow Warriors aber nicht viel zu bieten, eigentlich sind alle Figuren mehr oder weniger vom Standard-Reißbrett abkopiert, lediglich die Rolle des doppelten Verräters Fraker fand ich einigermaßen originell. Der Film ist dabei prominent besetzt, allerdings darf niemand schauspielerische Glanzlichter erwarten, Hippie Hogan und Tittie Tweed könnens halt einfach nicht besser, Billy Drago trägt seine markante Visage auch nur spazieren, lediglich Weathers und Blanks mit seinem guten Schlußfight können etwas Akzente setzen.
Es gibt sicher viele bessere, aber auch deutlich schlechtere Möglichkeiten den Abend zu vertreiben. Die Shadow Warriors ballern sich solide durchs Unterholz, müssen allerdings auch ziemliche Längen im Mittelteil verkraften. Devil´s Island ist dafür zugegeben ein echt coole Location, wundert mich fast das da noch kein Bond Film gespielt hat. Für eine Fernsehproduktion insgesamt noch ok.
5/10