Review

Jetzt hab` ich sie nun endlich auch gesehen: Die legendäre Pseudo-Doku der legendären Pseudo-Band Spinal Tap. Muss man ja als Rock und Metalfan gesehen haben, so die einhellige Meinung. Und mit Rob Reiner (RIP) hat man noch einen Regisseur, der den wohl besten Coming of age Film mit "Stand by me" gedreht hat. Das kann ja eigentlich nur super werden. Nun ja...

Zuerst aber mal ein Lob. Darsteller und auch die Kameraarbeit sind wirklich vortrefflich. Man könnte wirklich glauben, dass dies eine echte Doku ist, trotz der teilweise skurrilen Interviews und Einfälle. Die Idee, dass "Spinal Tap" vor ihrer Metalzeit mal Popmusik im Beatles-Stil gemacht haben, ist schon ziemlich genial. Ebenso die Stonehenge Miniattrappe beim Livekonzert oder der sich nicht öffnende Glas-Kunststoff, was auch immer Behälter des Bassisten beim Auftritt. Irgendwie gar nicht bei mir zünden will der Running Gag mit dem Drummerpech der Band. Ja, die sind alle auf irgendwie abstruse Weise ums Leben gekommen, aber besonders witzig fand ich das nicht. Naja, über Humor lässt sich eben nicht streiten. Daneben gibt es viel Diskussionen mit dem Management u. a. wegen den LP-Covern, Streitereien innerhalb der Band und natürlich auch Partys, wobei letztere eher gediegen stattfinden. Da hätte man deutlich mehr rausholen können, wie ich finde. 

Was bleibt? Ein Kultfilm, der zwar echt gut gemacht ist, aber bei mir leider nicht wirklich in Erinnerung bleiben wird. Dafür fehlen mir mehr Drive und Humor. 

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