Joe Dante war als Regisseur von „Gremlins“, „Meine teuflischen Nachbarn“ und „Explorers“ geradezu prädestiniert für phantastische Geschichten. In diese Klassiker reiht sich „Small Soldiers“ nahtlos ein.
Im Großen und Ganzen kann man den Streifen als beißende Satire auf das allgegenwärtige US-Kriegs-Heldentum verstehen, die in geschickten Anspielungen auf diverse Kriegsfilme von „Apocalypse Now“ bis „Full Metal Jacket“ kein Klischee der Kino-Geschichte auslässt.
Dabei bedient sich der Regisseur wie auch in seinen anderen Werken einmal mehr bei jungen, unverbrauchten Darstellern. In diesem Fall ist es vor allem Kirsten Dunst, der mit diesem Film der große Hollywood-Durchbruch gelang. Aufgrund der günstigen Besetzung blieb ein Großteil des Budgets für die Spezialeffekte übrig – und hier zeigt wieder einmal Stan Winston, dass er zu den wahren Meistern des Fachs gehört. Winston, der als Special-Effects-Guru an sämtlichen Meilensteinen des fantastischen Films beteiligt war („Aliens“, „Predator“, „Terminator 2“, usw.) kann sich hier richtig austoben und das Kind im Manne rauslassen.
Diese Spielfreude sieht man dem Film an jeder Ecke an.
Die außergewöhnlichen Militär-Aktionen der Spielzeugfiguren werden dabei vom genialen Score von Jerry Goldsmith begleitet.
Dass es beim Aufeinanderstreffen der Spielzeug-Krieger (Commando Elite) mit den friedlichen Gorgonytes richtig deftig zur Sache geht und dabei herbe Verluste zu verzeichnen sind, konnte man in einem Familienfilm nicht unbedingt erwarten, weshalb die FSK12-Freigabe an dieser Stelle mehr als berechtigt ist.
Der Regisseur hat meines Erachtens mit diesem Streifen ein kleines Meisterwerk geschaffen, das die beißende Ironie eines „Starship Troopers“ mit dem Einfallsreichtum von Disney’s „Toy Story“ geschickt verknüpft. Dass dabei sämtliche Film-Klassiker durch den Kakao gezogen werden, dürfte den Streifen vor allem für Film-Freaks unentbehrlich machen.
DVD einlegen, zurücklegen und Staunen!!!