Review

Die Handlung dreht sich um fünf Menschen, die sich um das Jahr 2015 auf eine Mission zum Mars begeben. Da die Geldgeber dieser Reise nicht gerade mit Geld um sich werfen, haben die Besatzungsmitglieder sowohl mit der minderwertigen Technik als auch mit ihren gegenseitigen Antipathien zu kämpfen.

Irgendwie haben ja alle Filme, die die Besiedelung des Mars sich zum Thema gewählt haben, bisher eher durch erlesene Langeweile hervorgetan, weder Mission to Mars noch Red Planet wurde zum Kassenschlager. Es ist ja lobenswert das die Macher versuchen die lange Reise möglichst realitätsgetreu darzustellen (auch wenn der anviesierte Zeitpunkt 2016 technisch arg optimistisch ist), aber gibt es denn kein Drehbuch das daraus eine vernünftige Dramaturgie zaubern kann und sei es nur das ein Marsmensch um die Ecke biegt und ein wenig mit der Strahlenkanone fuchtelt. Die Voraussetzungen für Fluchtpunkt Mars sind dabei sogar doppelt ungünstig, denn es handelt sich zudem noch um einen biederen TV Film der unteren Budget Klasse, so daß man vor Beginn sicherheitshalber jegliche Erwartungshaltung gen Marsmittelpunkt absenken sollte.
Von Fernsehfilmen erwartet man ja beinahe schon im voraus eine eher gediegene Handlung, die eher auf Dialoge statt auf vermeintlich teure Action setzt und natürlich haut Fluchtpunkt Mars exakt in diese Kerbe rein. Stellenweise spielt sich der Film eher wie eine Weltraumsoap, statt einer spannenden Space Exploration. Die Astronauten sind pausenlos am schwätzen, rhabarbern, quasseln und sülzen, dazu noch über völlig nebensächlichen Krempel den nur Hardcoredramaenthusiasten milde interessieren dürfte. Ob der Kapitän jetzt Eheprobleme hat oder nicht ist mir wurscht und auch der melodramatische Subplot um den verunfallten Ehemann der Chefin, ist für die Story so notwendig wie Marsstaub im Getriebe. Es ist ja nichts dagegen zu sagen das man seinen Charakteren versucht etwas Tiefgang mit zu geben, man kanns aber auch übertreiben.
Nach der ersten öden Halbzeit nimmt der Film immerhin noch ein wenig Fahrt auf, als das Raumschiff, das auch als Basisstation dient, von Meteoriten gefährlich perforiert wird. Daraus resultieren Sauer- und Treibstoffmangel, die dann immerhin einen Heldentod ermöglichen, während die restlichen vier Besatzungsmitglieder gemütlich und lebendig nach Hause zurückgondeln können. So kommt man immerhin auf den satten Body Count von genau einer Person. Viel mehr passiert dann auch nicht, selbst die Darsteller performen eher gelangweilt und ehrlich gesagt ist jede Folge von "Schweine im Weltall" der Muppets lustiger und unterhaltsamer.
3/10

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