3
Der Basketballer-Klotz als Eisenklotz. Shaquille O'Neal ist bloß ein Schrank von einem Kerl, der aber null schauspielerisches Talent besitzt und deshalb in einem Film als Hauptdarsteller absolut nichts verloren hat. In seinem Stahl-Outfit, bei dem man jederzeit erkennen kann, dass es bloß aus Gummi besteht, macht O'Neal eine erschreckend ungelenke und schwerfällige Figur. Da helfen auch die paar (nicht sonderlich beeindruckenden) Gadgets nicht weiter. Und die Action ist übrigens auch sehr knapp bemessen. Noch ärgerlicher aber ist, dass ein einstmals echter Star wie Richard "Shaft" Roundtree in so einem debilen und viel zu zahmen Drittligisten-DC-Heldenquatsch mitmischen muss. STEEL MAN ist nur ein weiterer trauriger Beweis dafür, dass die 90er nicht gerade die Blütezeit guter Superheldenfilme waren (um es noch freundlich auszudrücken).
0
Nur eine kleine Zusatzinfo, weil ich es hier nirgends gelesen habe: Die Figur Steel an sich, als auch John Henry Irons stammen aus den Superman Comics. In der Zeit, als Superman starb und wiedergeboren wurde, gingen vier neue "Supermänner" an den Comic-Start. Einer davon war der Schwarze John Henry Irons, der mit einer Ganzkörperpanzerung auf Verbrecherjagd ging.
2
Was passiert, wenn man einen Basketball-Star auf einen Actionfilm loslässt? Richtig, das Ganze geht in die Hose - unzwar gewaltig! In "Steel Man" darf sich Riese Shaquille O'Neal als Superheld beweisen, doch das ganze ist eher peinlich als fesselnd oder actionreich. Geboten wird ein absolut oberpeinliches Kostüm, miese Darsteller und stets harmlose Action. Die rein technische Inszenierung seitens Kenneth Johnson ist zwar ganz passabel geworden und einige Effekte wie die Schalldruckwelle sehen ganz nett aus, rausreißen kann das diese ganz schwache und klischeetriefende Vorstellung allerdings nicht. Zeitverschwendung der übelsten Sorte!