Mit „Starship Troopers“ schuf Regisseur Paul Verhoeven einen satirischen Sci-Fi Reißer, welcher zu Recht als Klassiker gilt. 2004 versuchte sich Sony erneut an den Bugs und legte mit „Starship Troopers 2: Held der Förderation“ ein Direct-to-DVD Sequel vor, welcher von der Kritik zerrissen und von den Fans verschmäht wurde. Dabei ist es ein grundsolides B-Movie mit knallharten Splatterszenen, welches durchaus unterhalten konnte. Sony lies sich aber nicht beirren und legt noch einmal nach. Unter dem Label von Sonys Stage-6-Films steht jetzt „Starship Troopers: Marauder“ in den Startlöchern.
Story: Der Krieg gegen die Bugs ist immer noch in vollem Gange. Mit neuen Arten und Waffen versuchen die Käfer den Kampf gegen die Menschheit zu gewinnen. Doch auch diese haben aufgerüstet. Speziell das „Marauder-Programm“ ist eine der großen Hoffnungen der Föderation. Um einen Skymarshall und weitere Überlebende eines Bugangriffes und retten, wird Colonel Johnny Rico und eine Gruppe von Troopern entsandt. Eine nicht ganz einfache Mission bei der die Bugs noch eine Überraschung in petto haben.
Der erste Trailer zu „Starship Troopers: Marauder“ ließ schon das schlimmste befürchten und der fertige Film erfüllt alle schlechten Erwartungen. Es hat den Anschein, als wollte Sony auf Teufel komm raus mit seiner Produktionsschmiede Stage 6 die schlechtesten Direct-to-DVD Filme machen. Denn schon „April Fool’s Day“ und „Zombie Strippers“ befinden sich erschreckend nahe am Bodensatz.
Stilistisch orientiert sich „Marauder“ am Verhoevens Film, ohne jedoch den kritische und satirischen Unterton seines Streifens zu erfassen. So verpuffen alle Ansätze und der Film langweilt mit schlechter, aufgesetzter Symbolik und Religionskonflikten. Auch den Propagandaspots fehlt jeglicher Biss, welcher die Spots im ersten Teil noch so kultig gemacht haben. Übrig bleibt ein langweiliges Trashspektakel ohne wirkliche Highlights und jeder Menge unfreiwillig (oder auch nicht?) komischer Szenen.
Die Spezialeffekte reichen von grottig bis annehmbar. Wobei die annehmbaren Effekte noch in einer 08/15 TV-Serie besser getrickst sind. Die Bugs und Kampfroboter sehen unglaublich schlecht gerendert und eingefügt aus. Besser gefallen da schon die Goreeffekte, die allerdings nichts rausreißen, denn im Vergleich zu den beiden Vorgängern ist der Streifen geradezu harmlos.
Ebenfalls keine Bäume ausreißen kann der Cast von „Marauder“. Absolut talentfrei, schafft es vor allen Dingen Jolene Blalock noch jede so schlechte Darbietung zu unterbieten. Es ist schon echt bezeichnend, dass Casper van Dien am besten agiert in diesem Machwerk. Wobei man dazu sagen kann, dass er vollkommen ersetzbar war und die Geschichte nicht im Geringsten vorangebracht hat. Aber schön, dass dadurch etwas Kontinuität reingebracht wurde.
„Starship Troopers: Marauder“ ist eine unsagbar schlechte und billig Runtergekurbelte Zelluloidverschwendung, welche jedes Vorurteil gegenüber Direct-to-DVD Filmen bestätigt. Na ja, wenigstens hat man es geschafft ein paar Tittenszenen einzubauen.