SyFy spielt mal wieder im Zweiten Weltkrieg mit, getreu dem Motto: Wenn zwei sich streiten (USA und Japan) freut sich der Dritte in Form von Drachen. Dass hierbei viel Trash angesagt ist und die Effekte nicht mit denen von "Jurassic Park" zu vergleichen sind, versteht sich von selbst.
Frühling 1945: Eine rein weibliche Crew der United States Air Force soll eine geheime Fracht transportieren, mit an Bord Colonel Toller (Brian Krause), der die streng geheime Mission ums Verrecken nicht preisgeben will. Als die Maschine auf einer Pazifikinsel notlanden muss, sind die dort übrig gebliebenen Japaner das kleinste Problem der Gestrandeten...
Ein paar Schmunzler sind natürlich vorprogrammiert, da die Damen durch die Bank knallroten Lippenstift und Nagellack tragen, was mitsamt der Vintage-Wellen nach Tagen in rauer Natur noch makellos glänzt. Wunderbar ist auch mindestens eine der Synchronstimmen, welche noch während des Hinfluges beinahe rappt, wobei gerade noch an einem "Alter, was geht?" vorbei geflogen wird.
Nach einem halbwegs passabel inszenierten Sturzflug mit Bruchlandung geht es leider noch ein wenig bergab, da die austauschbaren Charaktere wenig hergeben und der Colonel eben doch kein Toller ist, - zumal die Verkleidung für Brian Krause deutlich zu groß ausgefallen ist und sich dieser vielleicht deshalb nicht mehr um Gesichtsausdrücke schert.
Die austauschbare Insel gibt nicht allzu viel her und selbst die Holzhütte für die drei zwischenzeitlich eingesperrten Japaner ist so komfortabel eingerichtet, dass ein großes Fenster ausreicht, um jederzeit zu entkommen oder zwischendurch zumindest mal ein kleines Sonnenbad zu nehmen. Essen und trinken müssen die Überlebenden übrigens nicht, denn das wird ausschließlich den Titelgebenden überlassen.
Diese sorgen nur selten für Blutvergießen, obgleich die Gestaltung fast schon okay ausgefallen ist. Einige Szenen schlafender Viecher schüren fast schon so etwas wie Atmosphäre, aus der Distanz betrachtet schauen die Drachen halbwegs glaubhaft aus, doch bei direkten Konfrontationen in der Luft stimmen die Größenverhältnisse oftmals nicht und je deutlicher Details der Bedrohung gezeigt werden, umso mehr werden die Defizite am Computer offenbart.
Aber nicht alles im Zweiten Weltkrieg war schlecht, denn Frauen schmalzen sich per Funk im artistischen Flug ihre Locken gegenseitig noch mal an den Kopf, japanische Darsteller dürfen kurzfristig ihre Landessprache offenbaren, um kurz darauf die teuren Untertitel abzustellen und explodierende Tankfässer sind noch lange kein Grund, warum ein vermeintlicher Held in unmittelbarer Nähe abkratzen sollte, - das macht doch Hoffnung.
In Wirklichkeit sollte sich der geneigte Betrachter indes in Bierlaune befinden, denn ansonsten wird das Werk ein Reinfall, da die Action rar gesät ist, die Effekte größtenteils stümperhaft anmuten und trotz des einigermaßen flotten Erzähltempos zu wenig Spannung herausgekitzelt wurde. Kann man im Nachtprogramm eines Privatsenders mitnehmen, Grazer bleiben eventuell am Ball.
5 von 10