Review

Die Erwartungen waren nicht allzu hoch, da kann noch so breitärschig „Zombie Killer“ über das DVD-Cover gekritzelt sein, bei dem Outfit war alles auf eine Runde Asia-Fetisch-Softporno ausgerichtet, spätestens als die Manga-Herkunft der Vorlage offenkundig wurde.

Generell verlasse ich ja lauthals jodelnd als Erster den Schützengraben, sobald sich eine passable Aktrice in einen Latex-Ganzkörpercatsuit schmeißt, aber dann sollte der Regisseur wenigstens soviel Wichsvorlagenanstand haben, die Holde auch formschön in Szene zu setzen.
Aber nicht mal dieses Minimum an „sexyness“ kriegt Yohei Fukuda gebacken.

Die Story, die sich hier in 85 Minuten entblättert, paßt dann in Breite und Länge eigentlich auch zu jedem beliebigen Private-Porno und dazu bequem auf ein Din-A4-Zettelchen.
Japan ist von Untoten überrannt und Dr.Sugita, ein endlos sabbelnder Volldepp, der nie so ganz rauspreßt, wozu er den ganzen Mist verzapft, ist für die Invasion verantwortlich. Ganz im Sinne des verstorbenen Onkel Sergio (Leone) treten in der Folge und in einer von Abrißhäusern und –hallen gesäumten Vorstadtlandschaft von da an drei Uschis gegeneinander an oder den Untoten in den Arsch.

Da wäre zunächst das Covergirl Aya (ah ja...), daß als Reminiszenz an Onkel Ostwald stets im Poncho durch die Hütten latscht und bedeutungsvoll mit den Augen rollt. Ihr bester Freund ist ihr (offenbar magisches) Samuraischwert und wenn sie denn schnetzelt, entsorgt sie das windschützende Kleidungsstück und mischt in Ritzenschieber, Stiefeln und (tatatata) Puschel-BH die Zombieparty auf.
Sie ist auf der Suche nach Sister Saki, die zur gleichmäßigen Fetischistenbedienung die Schulmädchenuniform ins Spiel bringt und den Daddy gemeuchelt hat, weil Aya die Auserwählte war. Einzelkinder habens da doch wohl leichter. Diese Fehde beschäftigt uns nun den halben Film.

Den Rest füllen auf: die schrotbeflintete Reiko (deckt in ihrer Lederkombi den sabbernden Rest ab), die Sühne für die dahingerafften Verwandten sucht und der fette „comic relief“Katsuji, der den Rest der Backstory zu erzählen hat, ständig ein Messer in der Hand hält und dann doch nur kreischend durch die Ecken krabbelt.

In diversen Rückblenden mit endlosen Wiederholungen und ohne Überraschungen erfahren wir dann das, was ich vor zwei Absätzen geschrieben habe, wobei man sich trifft, sich kloppt und wieder weiter wandert. Am Ende gibt’s dann knapp 20 Minuten Schwertduell mit vielen bunten Effekten, die aber alle dermaßen billig aus dem PC gerotzt kommen, daß einem sogar das stetig auf die im Kampf befindliche Kamera spritzende PC-Blut nach drei Minuten auf den Keks geht.
Wer zu den knackigen Girls auch noch Gore erwartet, darf die Erwartungen mal etwas zurückschrauben, denn außer ein paar Bissen, zersplattern die Untoten hier alle per PC (und das überdeutlich) und wenn noch jemand den Beweis gebraucht hat, das die Story eines Mangas nicht für einen Realfilm reicht, wird hier eines Besseren belehrt.
Da es aber wahrscheinlich ist, daß der normalhormonisierte Mann zwischen den Knackärschen hier sowieso den Plot über die Brüstung feuert, sind die endlosen Wiederholungen und Plotzusammenfassungen vielleicht doch ganz brauchbar.
Daß allerdings alles so hektisch zusammen gecuttet wurde und die Kamera beständig am falschen Platz steht, um mal sich mal ein paar lechzfähige Details einzuprägen, ist allerdings höchststrafenfällig.

Ein ganz übel langweiliger Murks, dessen Optik eine bessere Story und einen besseren Regisseur und ein Drehbuch verdient gehabt hätte, dann wäre was Denkwürdiges dabei herausgesprungen, so wirkt das nur wie ein keimfreies Faschingsgewimmel mit Erotikpanade. (3/10)

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