3 Episode: eine Gute, eine Schlechte und eine Durchschnittliche
Episode Eins:
Ein Typ wird in den Körper einer Fliege verbannt und versucht nun verzweifelt seine Familienmitglieder auf sich aufmerksam zu machen.....
Diese Geschichte ist ganz nett anzusehen und kann stellenweise sogar akzeptablen Humor aufweisen (der Typ im Fliegenkörper nimmt ungewollt immer mehr das Verhalten einer Fliege an, und muss sich somit auch wie eine Fliege ernähren...)
Episode Zwei:
Hauptfigur ist ein Loser wie er im Buche steht, der sich von allen und jeden, wie z.B. seiner keifenden Freundin (einer Bilderbuch Zicke), herumschupsen lässt, sich nichts sagen traut und immer nur einsteckt. Darüber hinaus zieht auch noch ein prolliger Macho in die Wohnung über ihm ein, macht erst noch einen auf Kumpel bei ihm und klaut ihm dann glatt den Fernseher und spannt ihm die Freundin aus. Anstatt sich aber zu beschweren, bedient der trottelige Loser das neue Pärchen wie ein Butler.....
Diese Story ist sehr grottig, sehr langweilig und obwohl der ganze Film insgesammt kaum witzig ist, ist diese Episode die mit Abstand unlustigste. Außer einigen Sexszenen wird einem hier nix geboten.
Episode 3:
Ein Kerl schmeißt einen Trip ein, der für ihn zum Horror wird. Während des Rausches schlüpft seine Seele irgendwie in den Körper eines Babys und die Seele des Babys in seinen. Nun steckt er im Baby-Körper fest und versucht einen erneuten Rollentausch herbeizuführen.
Diese Episode ist meiner Meinung nach die beste der dreien, obwohl sie sich nicht krass von den anderen abgrenzt. Witz und Humor hält sich nämlich auch hier in Grenzen.
Der Titel verspricht viel, hält aber nichts.
Was als Antwort auf oder Folgefilm zu "Trainspotting" geplant oder erhofft war, entpuppt sich als ziehmliche Gurke.
Als Drogenfilm kann man "The Acid House" eigentlich nicht bezeichnen, da die ersten beiden Geschichten nicht das geringste mit Drogen zu tun haben. Der These, dass die Handlungen der Geschichten total konfus, also trip-artig sind, oder dass der Film eine "berauschte" Optik hat, kann ich keinesfalls zustimmen.
Der Film enthält weder zündenden Humor, noch fesselnde Spannung. Alle drei Geschichten sind ziehmlich durchschnittlich und reissen nicht sonderlich vom Hocker. Der Soundtrack besteht aus Rave und Techno. Der ganze Film ist in diesem grellpoppigen Techno-Disco-HyperHyper-Style gehalten (....... spricht mich persönlich also eher weniger an).
Fazit:
Wer sich mit "The Acid House" ein zweites "Trainspottig" erhofft hat, wird auf ganzer Linie enttäuscht werden.
Aber auch wenn man das mal nicht berücksichtigt, wird einem hier weder Spannung, noch werden einem gute Einfälle und zündende Gags geboten.
Ein Film für die Techno-Generation, der dennoch nur so trip-haft wie ein Fieberzäpfchen rüberkömmt.
Uncoll, hektisch, langweilig und kaum lustig.
Muss man nicht gesehen haben!