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The One

Yulaw (Jet Li) killt sich quer durch das Multiversum und tötet dabei seine ganzen Doppelgänger „Ichs“. Sein Ziel ist, ihre Fähigkeiten auf sich übertragen und der schnellste, stärkste, eben der Beste, der EINE zu werden. Fast hat er seinen größenwahnsinnigen Trip beendet, da trifft er auf einen ebenbürtigen Gegner. Sein letzter Doppelgänger, Gabriel, hat genau dieselben Kräfte vorzuweisen. Kann Yulaw ihn bezwingen oder muss er gar eine Niederlage hinnehmen? Was passiert wenn nur noch einer „The One“ übrig ist? Fragen über Fragen, aber keine Angst, der Film soll diese beantworten.

Geiler B-Actioner im Gewand einer großen Hollywood-Produktion.

Zugegeben diese fiktive Geschichte und überhaupt der Handlungsverlauf sind alles andere als logisch. Doch die Drehbuch-Autoren Glen Morgan und James Wong (führte auch gleichzeitig Regie) verstanden es prima die inhaltlichen Schwächen zwischen viel Selbstironie und teilweise wirklich kreativ inszenierter Action zu verstecken. Herausgekommen ist ein kurzweiliger Actionflick, welcher mit seinem naiven Charme zu gefallen weiss.

Jet Li kann sich mal wieder als kleiner quirliger Kampfkünstler beweisen und ist dabei mehr als überzeugend. Vor allem die Fast-, und Slow-Motion Kamerafahrten tragen zur bisweilen exquisiten Dynamik der Actionsequenzen bei. Hier stand ganz offensichtlich „Matrix“ von den Wachowski-Brüdern Pate. Zugegeben, die epischen Ausmaße des grossen Vorbilds kann „The One“ nicht erreichen, dafür sind die Kampfsequenzen mit Jet Li an sich flotter inszeniert und wirken lange nicht so hölzern wie bei Keeves und Fishburne. Li kickt, springt und schießt sich von einem Szenario zum nächsten und irgendwie muss er nie Luft holen.

Natürlich bleibt da die Komponente Spannung auf der Strecke und der vorhersehbare Plot leistet dabei auch noch seinen Beitrag. Die durchgängig namhaften Darsteller (Delroy Lindo, Jason Statham) sind alle ganz solide unterwegs, doch besonders Li als fieser Yulaw ist ganz witzig und sorgt in dieser „Versus“ Konstellation für Abwechslung, bei der wie schon erwähnt auch mal geschmunzelt werden kann.

Ganz grosses Plus verdient die musikalische Untermalung. Treibender Hardrock, unter anderem von Papa Roach, Disturbed und Drowning Pool, bringt die Action zum kochen und unterstreicht die comichafte Optik perfekt und laut.

Negativ auffallen tun die vielen Wirework-Einsätze, da man oft gar nicht erst versucht hat die dabei unterstützten Bewegungen, wenigsten halbwegs realistisch erscheinen zu lassen. Aber ich will ja nicht meckern (sollte man bei nen Jet Li-Film sowieso erwarten). Muss man gar nichts weiter dazu sagen.

Ist ein Actionfilm für Leute die auf dieses Genre stehen, nicht mehr aber vor allen auch nicht weniger.

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