Horror- und Thrillerfilme, in denen Kinder zu Tat schreiten und morden gibt es nicht allzu viele - einer davon ist "The Paperboy". Doch den auf dem Cover verlautbarten extremen Schocker kann man hier vergebens suchen, denn der Film ist weder sonderlich spannend noch ansatzweise brutal.
Es geht um den 12 Jahre alten Johnny (Marc Marut), der nach dem Tod seiner Mutter sich nach einer neuen für in perfekten Familie umschaut. In der Nachbarschaft töter er daraufhin eine alte Frau, damit ihre Tochter - Lehrerin Melissa (Alexandra Paul) mit ihrer kleinen Tochter in die Stadt kommt. Von da an dersucht er mit allen Mitteln Anschluss an Melissa zu bekommen, die er als seine neue Mutter auserkoren hat. Doch Melissa weißt ihn unerwartet in seine Schranken, woraufhin Johnny durchdreht und alles beseitigt was ihm in die Quere kommt...
Die Story klingt eigentlich recht spannend, wird aber ziemlich langwierig und zäh umgesetzt, was einem auf Kurzweil ausgelegten Horrorfilm natürlich das Genick bricht. Auch die Morde sind relativ unspektakulär und blutarm ausgefallen, was dem Film ebenfalls Abstriche beschert. Morde mit Plasiktüten oder vorgetäuschren Tierquälereien mögen Tatort-Zuschauer vielleicht noch bis ins Mark erschüttern, dem geneigten Horrorfan fällt da höchstens ein Zahn aus, wenn der mit voller Wucht auf die Tischkante knallt, weil er eingeschlafen ist. Zwar gehen die Leistungen der Schauspieler in Ordnung, aber damit kann der Film auchkeinen Blumentopf mehr gewinnen.
Gute Ansätze hat "The Paperboy" durchaus - die Story klingt interessant, die Schauspieler machen ihre Sache gut, doch bei einer solch zähen und unspannenden Inszenierung mitsamt noch uninteressanteren Morden helfen auch die guten Ansätze nicht mehr viel.
3 von 10 Punkten.