Review

Wieder mal der dringend notwendige letzte Job…15.08.2021

Worum geht es?

Joe und seine drei Partner ziehen, von einem Hehler vorfinanziert, saubere Einbrüche und Raubzüge durch. Doch diesmal gibt es ein Problem: Joe hält sein Gesicht in eine Kamera. Daraufhin braucht es dringend einen letzten Job, will doch der Hehler den Zaster vom Raubzug davor nicht rausrücken ( warum eigentlich nicht? Eine der ungeklärten Fragen des Films ). Also ran an die Buletten, den Hehlerneffen noch mit im Team, da muß doch alles klappen. Dumm nur, daß Joes Frau am Neffen Geschmack findet, dümmer noch, daß sich die Fronten verhärten, und so kommt es zu ein paar Wendungen, einem letzten kleinen Gefecht auf Joses Boot…doch am Ende kann dieser seinen Traum wahr werden lassen.

Soll ich dafür Lebenszeit aufwenden?

Ja, wenn man ruhig inszenierte Gaunerfilme mag

Warum?

Gene Hackman kann man immer zusehen. Er ist einer der letzten alten Haudegen des amerikanischen Kinos und wird sicher keine Filme mehr drehen, da er im Jahr 2021 stolze 91 ist. Aber er war immer gut für ein verschmitztes Lächeln, das eine oder andere Faustgefecht, wobei er kein richtiger Actionheld ist. So auch hier nicht, denn der Film handelt sein Sujet recht angenehm und locker ab. Es gibt ein paar Wendungen zuviel, und daß Hackmans Charakter aber auch wirklich alles voraussieht ist dann doch recht unwahrscheinlich. Dafür aber hören wir lockere Dialoge, knorrige Oneliner, sehen ältere Herren nochmal einen Raubzug begehen und erfreuen uns an der ruhigen Inszenierung. Hier geschieht nichts hektisch, alles wird in Ruhe abgefilmt, lieber noch einen Dialog statt eines hektischen Schnitts. Klar hart man den Film auch rasch wieder vergessen, aber er bietet gute Unterhaltung für einen regnerischen Sonntag – und davon haben wir ja gerade viel zu viele…7/10.

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