Ich muss ja sagen, dass ich Direct-to-DVD Produktionen meist zugeneigter bin als irgendwelchen Blockbustern made in Hollywood. Aber gerade hier gibt es sehr viel Schrott der fast wöchentlich auf die Videotheken und damit auf die Filmfans losgelassen wird. Doch von Sonys neuer Direct-to-DVD Schmiede Stage-6 kommt nun einer dieser Tiefepunkte auf der kleinen runden Silberscheibe raus: April Fool’s Day.
Story: Das reiche Geschwisterpaar Desiree und Blaine geben für ihre Freundin Torrance eine Party am 1. April. Dabei geht ein geplanter Aprilscherz für die Mitschülerin Milan in die Hose und sie stürzt von einem Balkon. Ein Jahr später werden die Teens, welche in dem Scherz mit verwickelt waren zur Zielscheibe für einen Killer. Dieser will den Tod am Milan rächen und dezimiert die Gruppe nach und nach.
„April Fool’s Day“ ist ein Remake des gleichnamigen Slashers auf den 80ern, welcher in Deutschland unter dem Titel „Die Horror-Party“ erschienen ist. Obwohl der Plot geändert wurde, folgt das Remake doch den Spuren des Originals was vor allem am ähnlichen Twist am Ende deutlich wird. Was dem Film natürlich deutlich an Spannung nimmt wenn man das Original schon gesehen hat. Wobei, man auch ohne dessen Kenntnis locker drauf kommen kann wie der Streifen endet. Denn „April Fool’s Day“ ist vorhersehbar ohne Ende, was ganz auf die Kosten der Spannung geht. Diese kommt über die komplette Laufzeit von 90 Minuten zu keiner Sekunde auf.
Der Film plänkelt nur so vor sich hin. Ohne jeglichen Höhepunkt. So fällt es schwer mit den Gedanken die ganze Zeit bei der Sache zu bleiben. Was im Prinzip nicht weiter schlimm wäre, denn auch wenn man kurz einnickt hat man das Glück nichts Wichtiges verpasst zu haben. Denn es passiert wie gesagt einfach überhaupt nichts. Dazu kommen noch vollkommen unsympathische Darsteller die keinerlei Interesse beim Zuschauer wecken und mit denen man nicht mitfiebern kann.
Allgemein ist „April Fool’s Day“ viel zu brav und bieder geraten. Von zwei Regisseuren die sich The Butcher Brothers nennen, sollte man eigentlich eine gesunde Portion an Gore und Splatter erwarten. Aber nichts da. Die Gewaltszenen kann man an einer Hand abzählen und wirken nicht im Geringsten hart oder schockierend. Auch auf die für Slasherfilme üblichen Nacktszenen muss man verzichten. Lediglich ein paar Mädels in Unterwäsche und wenn man denkt jetzt kommt mal mehr, hört es schon wieder auf oder es passiert was anderes.
Was soll man noch weiter zu diesem Film schreiben? Am besten gar nichts mehr. „April Fool’s Day“ ist ein total verkorkstes Remake, ohne Spannung, ohne Höhepunkte, ohne Titten und ohne harte Gewalt. Nur schlecht gespielt und in manchen Szenen unfreiwillig komisch. Wenigstens ist Scout Taylor-Compton nett anzusehen. Ohne Zweifel schon jetzt einer der schlechtesten Filme des Jahres.