Martin Lawrence findet ein seltsames Medaillon und landet prompt im mittelalterlichen England.
Story:
Jamal Walker (Martin Lawrence) wacht wie jeden Morgen auf, um sich zu seinem Arbeitsplatz in einem mittelalterlichen Vergnügungspark zu bewegen. Doch mit dem Park selbst steht's nicht zum besten und die Konkurrenz sitzt schon in Lauerstellung. Beim Reinigen des versifften Burggrabens findet er ein leuchtendes Medaillon unter Wasser. Als er danach greifen will, wird er ins Wasser gezogen und kommt aus einem See wieder raus. Die Gegend kommt ihm seltsam vor, doch er meint zunächst, bei der Konkurrenz gelandet zu sein, da alles täuschend echt aussieht. Bis er dann einer Hinrichtung beiwohnt. Von da an will er nur noch nach Hause, doch das englische Volk bittet um seine Unterstützung, die Königin wieder auf ihren rechtmäßigen Thron zu bringen. Nach anfänglicher Skepsis schließt er sich den Rebellen an...
Hier haben wir also mal wieder eine Zeitreisekomödie. Während Jean Reno und Christian Clavier ins moderne Chicago reissen und dort jede Menge Unsinn anstellen, geht's für Martin Lawrence in die entgegengesetzte Richtung. Im mittelalterlichen England fällt er alleine schon wegen seiner Kleidung, hauptsächlich aber wegen seines lockeren Umgangstons auf, was für reichlich komische Momente sorgt. Zugegeben, nicht alles Gags sitzen, aber der Großteil kann einen schon zum Lachen bringen, vorausgesetzt, man hat etwas für den eigenwilligen Humor des farbigen Comedians übrig.
Nach einer sehr kurzen Einführung darf Lawrence dann auch schon die Zeitreise antreten und sorgt bei der Bevölkerung für so manchen Hingucker, aber auch Argwohn seitens des Sherrifs Parcival. Durch seine lockere Art schafft er es aber, Ärger immer aus dem Weg zu gehen und gewinnt schnell die Sympathie der Leute.
Die Kulissen wurden sehr aufwändig gestaltet und auf allzu künstliche wirkende CGI-Tricks hat man dankenswerterweise verzichtet. So darf sich Martin Lawrence also von Szene zu Szene blödeln, auch mal die Tochter des Königs flachlegen und wird schließlich vom Hofnarr zum Ritter, der das einfache Volk zum Sieg führt. Bis dahin gibt's jede Menge komische Einlagen, die den Film mehr als kurzweilig gestalten.
Die schauspielerischen Leistungen gehen alle in Ordnung, obwohl es vielleicht nicht verkehrt gewesen wäre, wenn neben Lawrence noch ein weiterer bekannter Darsteller mitgewirkt hätte. Abzüge gibt's dagegen für einige arg platte Gags und das etwas merkwürdige Ende, dass die ganze Zeitreise als Komafantasie abtut. Hätte man anders lösen können.
Fazit: Auch im Mittelalter macht Martin Lawrence eine gute Figur. Dank der kurzen Laufzeit und vieler gelungener Gags ist der Trip ins alte England sehr kurzweilig ausgefallen. Fans des Komikers dürfen bedenklos zuschlagen.
8 von 10 Punkten