Als Jamal Walker (Martin Lawrence), Mitarbeiter des mittelalterlichen Themen-Parks "Medieval World", beim Reinigen des Burggrabens ins Wasser fällt, erwacht er wieder im 14. Jahrhundert in England. Zunächst glaubt er, dass er beim Konkurrenz-Park "Castle World" gelandet ist und staunt über die echt wirkenden Nachbildungen, bis ihm der wirkliche Sachverhalt bewusst wird. Als "Skywalker" will er der entmachteten Königin wieder auf den Thron verhelfen.
Mit "Ritter Jamal" hat Regisseur Gil Junger eine Zeitreise-Klamotte erschaffen, die komplett auf Martin Lawrence zugeschnitten ist. Zugegeben, an Lawrence scheiden sich die Geister (ich selber kann auf Anhieb keinen Schauspieler nennen, der seit 20 Jahren ausnahmslos den ewig gleichen Charakter mimen darf), aber wer auf diese Art Humor steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Auch wenn diese 50 Mio. teure Produktion bei uns als DTV veröffentlicht wurde, und somit nicht im Kino lief, kann man hier doch von einem besseren "Lawrence-Film" reden.
Bis auf den angsteinflösenden Sheriff Percival ( Vincent Regan) sind alle Figuren over the top gezeichnet, was gut zu dem hauchdünnen Plot passt. So besteht der Humor größtenteils aus den Grimassen und den flotten Sprüchen des "Eddy Murphy für Arme", gepaart mit Kalauern, die auf dem Fortschritt der Technik basieren.
"Ritter Jamal" hat ein offenes Ende, da scheinbar eine Fortsetzung geplant war, jedoch wurden nichtmals die Produktionskosten eingespielt.
Natürlich darf man kein historisches Epos oder anspruchsvolle Unterhaltung erwarten.Wer gerne Martin-Lawrence-Filme sieht, kann sich auf eine kurzweilige Zeitreise-Klamotte einstellen.
7/10