Inhalt:
China, wohl unmittelbar nach der bürgerlichen Revolution.
Master Chen ist ein absoluter Meister des KungFu und ein umsichtiger Sifu seiner 4 Schüler.
Er lehrt jedem von ihnen eine der Techniken des Shaolin-KungFu..., Wong Chin-Lung (Bruce Le) beherrscht den Dragon-Style, Chan Yo-Lung (Nick Cheung-Lik) den Tiger-Style, dann Cha Yu-Fa (Chiang Tao) den Stil des Panthers, und schließlich Cheh Chi-Chu (Tai Chun-Nei) die Technik des Crane-Style. Sie sind klasse Fighter.
Die Techniken sind in einem Handbuch beschrieben..., dem "Book of the Secret KungFu-Styles", dass Meister Chen verwahrt.
Auf dieses Manual hat es eine Gruppe von Japanern abgesehen, die einen Kämpfer (Tong Kam-Tong) als Schüler in die Gruppe Meister Chen´s einschleusen will, was durchschaut wird und scheitert. Anführer der Japaner sind der skrupellose An Kiang (Chan Lau) und eine eiskalte Halb-Japanerin (Vivian Velasco).
Cha Yu-Fa..., er ist ein Verräter, der mit den Japanern kollaboriert..., das Buch entwenden will und Meister Chen tötet. Das Buch ist jedoch ein Fake, der Meister ahnte bereits, dass Cha Verrat verüben könnte.
Wong Chin-Lung ist im Besitz des Manuals..., es kommt zu etlichen Kämpfen, Cha Yu-Fa gelangt an das Buch, schlimmer noch... Cheh Chi-Chu und später auch Chan Yo-Lung werden getötet.
Zuvor tauschten sich die Schüler jedoch gegenseitig aus..., so dass Wong Chin-Lung auch die Tiger-Technik und Teile des Crane-Styles beherrscht.
Doch Cha Yu-Fa ist ein fast übermächtiger Gegner..., der auch die 5. Technik des KungFu der Shaolin beherrscht, den Snake-Style..., und sogar den "Invincible Armour", den "Eisernen Panzer", der ihn nahezu unverwundbar macht.
Nach brutalen Kämpfen, gelingt es Wong Chin-Lung doch noch in die Berge zu einem befreundeten Meister (Chen Hsing) zu entweichen. Es steht nunmehr für Wong Chin-Lung ein umfassendes, eisernes Training an...!
Cha Yu-Fa ist jedoch auf seiner Spur..., und hat zudem neben seinen Schergen auch noch einen weiteren, überaus gefährlichen Fighter (Bolo Yeung) an seiner Seite.
Der Meister in den Bergen wird nach einem harten Fight getötet..., und dann auch noch ein weiterer, mit Master Chen befreundeter KungFu-Sifu (James Nam).
Schließlich kommt es zwischen Cha Yu-Fa und Wong Chin-Lung zum endgültigen Show-Down..., zum alles entscheidenden Duell auf Leben oder Tod.
Ein mörderischer Kampf ist unausweichlich.....
Fazit:
Joseph Kong, der Bruceploitation-Spezialist, schuf hier im Jahre 1980 (laut hkmdb.com 1979) einen äußerst routinierten, weitestgehend spannenden, unterhaltsamen und äußerst actiongeladenen Eastern für die eingefleischten Fans des Genres.
Stets in hellen Bildern, immer Outdoor in oft erodierter Landschaft, in gediegen-angenehmer B-Eastern-Atmosphäre, wird hier eine sehr gängige Story erzählt..., 4 Schüler eines Meisters, alle in jeweils einer Technik des Shaolin-KungFu geschult, einer von ihnen ein mit den -einmal mehr bösen- Japanern kollaborierender Verräter, ein KungFu-Manual, und ein Held, der es nach den üblichen Trainingssequenzen im Endfight mit dem Villain denn aufnimmt.
Das ist eine gängige Routine-Story für einen Eastern.
Da konnte Joseph Kong wenig falsch machen, doch erzählt er diese Story nicht immer kohärent, und verzettelt sich mitunter etwas in den zahllosen KungFu-Fights, durch die die einfache Geschichte denn auch oft ins Hintertreffen gerät.
Bei Joseph Kong steht die KungFu-Action stets im Mittelpunkt, zahlreiche Fights durchziehen auch diesen Eastern von ihm, was die Erzählung auch mal verschwimmen lässt.
Doch als dem Helden Bruce Le dann endlich die Flucht in die Berge hin zu Chen Hsing gelingt, die obligatorischen Trainings-Sequenzen folgen, bis hin zum Endfight, ist der "rote Faden" denn wieder vom Betrachter aufgenommen..., und der Eastern-Fan in seinem Element...!
Ab da zählt denn dann nur noch die KungFu-Action.
Bruce Le ist der Held in der Hauptrolle..., der fast ein bisschen zu lässig-cool hier sein Rollenbild abspult.
Aber auf Darsteller-Kunst kam es natürlich hier nicht an..., Le ist ein agiler, technisch beschlagener KungFu-Fighter, der auch hier einmal mehr seine Klasse-Skills zeigt, fertig.
Er macht nur in einzelnen Kampf-Szenen ein bisschen auf Bruce Lee..., ist aber hier weitestgehend eine für sich stehende, eigenständige Figur..., gut so.
Nick Cheung-Lik ist phasenweise an seiner Seite..., die Kata-Schattenbox-Sequenzen mit Le und Cheung-Lik sind unter freiem Himmel natürlich optisch für den Fan Behagen auslösend. Und auch Cheung-Liks Skills sind unbestritten kompetent.
Tai Chun-Nei ist als 4. Schüler "undankbarer 4.", die Rolle gibt nicht viel her.
Das ist natürlich bei Chiang Tao, dem Verräter und letztlich Ober-Villain, anders. Verbissen-böse arbeitet sich Chiang Tao in seine Villain-Rolle..., er, der darin ja in zahllosen KungFu-Schlachten auf der Leinwand routiniert-gestählt ist.
So verkörpert denn seine Figur hier eine Schlüssel-Rolle..., und ist überwiegend die Motivation für die Gewalt in diesem Streifen.
Chan Lau, Tong Kam-Tong, dann ein weiterer Darsteller mit illustrer Gesichtsbemalung, sowie eine hier müde agierende Vivian Velasco -was die da genau sollte, bleibt vage- sind weitere Villain-AkteurInnen.
Die Gaststars sind da interessanter..., allen voran Chen Hsing, offenbar hier ein ehemaliger Shaolin-Mönch in den Bergen, der den Sifu für den Helden spielt, der diesem in den obligarorischen, finalen Trainings-Sequenzen den Feinschliff verpasst.
Dann James Nam und Bolo Yeung, der mit einem mal an der Seite Chiang Taos auftaucht, nur um zu fighten, und dann wieder schnell und fast unauffällig wieder unterzutauchen.
Wichtigstes sind natürlich die Trainings-Szenen und die Fight-Action.
Das Training mit Chen Hsing und Bruce Le..., schöne Sequenzen, und die Szenen sind mit einer klasse passenden Musik unterlegt..., klang wie aus einem Italo-Western..., Bilder und Soundtrack ergeben hier eine stimmige Symbiose.
Die KungFu-Fights..., klassische Techniken, reelle Kämpfe, flüssige Choreographien, kerniges Dubbing..., rasante, dynamische und sich intensivierende KungFu-Action, mit Bruce Le, Chiang Tao, Bolo Yeung, Nick Cheung-Lik, James Nam..., da stimmt dasa Technische und die Namen sprechen für sich.
Und es wird fast pausenlos gefightet..., fast immer Action auf gutem Niveau..., was will der Eastern-Fan mehr?
Die "Tötung" von Chen Hsing in Super-Slowmotion ist etwas überzogen dargestellt und drosselt das Tempo unvorteilhaft, das bleibt hier als Manko denn allerdings festzuhalten.
"Treasure of Bruce Le"..., ist aber weitestgehend und ´unterm Strich´... gediegen-routinierte, actiongeladene und solide Unterhaltung ohne ambitioniert-epischen Aufwand, für den eingefleischten Eastern-Fan.
Nicht mehr..., nicht weniger.
7/10, knapp, aber verdient.