“Die grüne Hornisse” – so nennt sich ein maskierter Kämpfer, der in Shanghai gegen das organisierte Verbrechen antritt. Die Journalistin Tom ist recht bald auf seine tatkräftige Hilfe angewiesen. Bei ihren Recherchen für eine Geschichte über die Triaden gerät sie wiederholt in Gefahr und nur die Grüne Hornisse kann sie immer wieder retten. Ihr schüchterner Alltagsbegleiter Dong wiederum ist nie da, wenn sie ihn braucht.
Verfilmungen wie diese sind ziemliche Legendenschändung an der grünen Hornisse und lassen einen wehmütig an die Zeit zurückdenken als in der Fernsehserie noch ein gewisser Bruce Lee mitspielte, zwar nicht Hornisse selbst, aber er zeigte zumindest eine Präsenz, die hier ziemlich abgeht. In dieser Billigproduktion aus Hong Kong darf sich dann auch mal die zweite Reihe der Kampfkunst die Handkanten zeigen, was aber nur teilweise gelingt denn die Rahmenhandlung rund um die Fights ist gleichermaßen öde wie blöde.
Das wirklich Schlimme ist aber, das die Figur des Helden, also quasi das maskierte asiatische Äquivalent der Marvel Helden, hier einfach zu wenig Screentime bekommt. Die meiste Zeit bleibt man auf der äußerst nervigen Figur der Journalistin hängen, die mal ein Liedchen trällert, aber die meiste Zeit wegen ihrer kindlichen Dämlichkeit selbstverschuldet von der Hornisse aus dem Schlamassel gezogen werden muß. Statt sich auf den Kampf gegen die Gangster und allgemeiner Ungerechtigkeit zu konzentrieren schweift die Handlung so viel zu oft und lang ins Belanglose über. Da mögen die Nebenfiguren im lustigen Taubenschlag noch durchgehen, aber im Grunde kann man zwischen den eh schon recht wenigen gestreuten Fights locker vorspulen.
Warum das Ding überhaupt ab 18 freigegeben ist und sogar die Aufschrift "Special uncut Edition" trägt bleibt ebenso ein Rätsel, wie der Humor des Films. Gut, mit dem Hong Kong Humor hab ich ja grundsätzlich meine Probleme, aber wer über diesen Kinderzirkus wirklich lachen, dem sei es gegönnt, entzieht sich aber komplett meinem Verständnis (huch, Reporterin schmeißt zwei Bösewichte ins Wasser und fliegt fast hinterher, wie lustig). Immerhin sind die Martial Arts Künste der Beteiligten noch im oberen Durchschnittsbereich und retten den Streifen vor dem völligen Bankrott, aber Fans vom klassischen Eastern-Kino kann ich hier nur abraten.
3/10