Review

An verschiedenen Orten auf der Welt greifen Vögel Menschen an und eine Reporterin und ihr Kameramann nehmen dies als Anlass für Nachforschungen, die sie bald selbst in Gefahr bringen.

Die Idee, einen Film über Vögel zu drehen, die über die Menschheit herfallen, ist natürlich nicht neu und welchen Klassiker sich Regisseur Rene Cardona jr. zum Vorbild nahm, dürfte klar sein und ebenso wird es nicht verwundern, dass diese kostengünstig umgesetzte mexikanische Produktion, die in der Trash Collection von cmv erschienen ist, nicht die Qualitäten von Alfred Hitchcocks Werk erreicht.
Es geht schon bei der Story los, die so gut wie nicht vorhanden ist. Vielmehr handelt es sich um die Aneinanderreihung von Szenen, in denen Vögel ein oder mehrere Personen attackieren und das Ganze wird zusammengehalten von der Reporterin mit Kameramann, die sich der Geschichten annehmen, nach Ursachen für die Vogelangriffe suchen und am Ende selbst in Gefahr geraten.
Schauspielerisch wird bei all dem Treiben herzlich wenig Überzeugendes geboten und echte Spannung kommt nicht auf, aber dafür ist der Film mit seiner einfachen Machart ungemein unterhaltsam.
Es gibt verschiedenste Angriffsszenen von verschiedenen Vögeln an verschiedenen Orten der Welt. So gibts gleich zu Beginn (oder in der Mitte, je nach Schnittfassung) eine Adlerattacke auf einen Drachenflieger, dann einen Augenausrupfer eines Falken bei einem älteren Herren und später Möwen am Strand, eine finster dreinblickende Ente und Tauben auf großen Plätzen und im Finale in einem Landhaus und der Eisenbahn. Ja, das macht schon Spaß, auch wenn einige der Tauben sicher keine große Freude an den Dreharbeiten gehabt haben werden, denn häufig werden sie einfach auf die Protagonisten oder durch Fenster geworfen und mindestens eine wird beim lebendigen Tontaubenschießen abgeknallt, was als Veranschaulichung der Gewalt des Menschen gegen Gefieder und somit möglicher Anhaltspunkt für die Attacken der Vögel dient, wobei es keine eindeutige Erklärung gibt, denn auch die gute alte Atomkraft kommt unter anderem als Verantwortliche in Betracht.
Die Umsetzung der Birdaction ist selbst für Effektunkundige nachvollziehbar inszeniert. Beim Einzelangriff eines gefiederten Freundes wird zwischen diesem und seinem Opfer hin und her geschnitten und bei der Bluttat kommt eine Puppe zum Einsatz. Bei den Massenvögeleien kommen die bereits erwähnten Tauben zum Einsatz, die mit Vorliebe in Zeitlupe abgefilmt wurden. Zusammen mit der zunehmenden Beschmierung der Attackierten mit roter Farbe und der dumpftönigen Musikuntermalung wird das Ganze auf "gefährlich und tödlich" getrimmt.
Apropos Musik, diese stammt vom geschätzen Stelvio Cipriani, wird aber mit Sicherheit nicht extra für diesen Film eingespielt worden sein, denn man kann unter anderem bekannte Melodien aus "Blutiger Schatten" vernehmen.

Insgesamt ist "Birds of Prey" eine kurzweilige "Die Vogel"-Variante, die gar nicht erst versucht nach mehr auszusehen als ein Film, in dem Menschen von Vögeln angegriffen werden und dadurch und die kostengünstige Umsetzung ist für Trashgarantie gesorgt.

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