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Vietnamkrieg. Eine US-Spezialeinheit soll Sergeant 'Four Leaf' Tayback aus den Händen der Vietcong befreien. Später schreibt Tayback seine Memoiren...und diese sollen nun verfilmt werden. 


Leider hat Regisseur Damien Cockburn keine leichte Aufgabe vor sich, denn die Besetzung seines Films lässt viel zu wünschen übrig: Tugg Speedman (Ben Stiller), Actionstar auf dem absteigenden Ast, der nur seine Karriere retten will; Kirk Lazarus (Robert Downey Jr.), australischer Method Actor der so in seiner Rolle verschwindet, dass er sogar eine Pigmentbehandlung machen lässt, um als Afroamerikaner zu erscheinen; Jeff Portnoy (Jack Black), drogenabhängiger Star einer Reihe von Furzkomödien; Alpa Chino (Brandon T. Jackson), Rapper auf dem Weg ins Filmgeschäft und schliesslich Kevin Sandusky (Jay Baruchel), frisch von der Schauspielschule und der einzige der Truppe ohne Neurosen - aber auch ohne Erfahrung.

Nachdem diese Chaostruppe die teuerste Szene des Films vermasselt, droht Produzent Les Grossman damit, die Produktion einzustellen, wenn Cockburn das Projekt nicht unter Kontrolle bekommt. Da empfiehlt ihm Veteran Tayback (Nick Nolte), den Film als Guerilla Produktion zu drehen: Nimm die Schauspieler, pack sie in einen Hubschrauber, wirft sie im Dschungel raus und halte danach die Kamera drauf. Gesagt, getan. 

Tropic Thunder ist eine extrem gelungene Satire, sowohl als Parodie auf Vietnam Kriegsfilme wie Apocalypse Now und Platoon, aber auch als Kritik an Hollywood selber. Das Ergebnis ist ziemlich genial und dank der mitwirkenden Schauspielgrößen sehr gut gespielt. Doch die beste Rolle des Films ist Les Grossman, verkörpert von Tom Cruise, der hier fast nicht zu erkennen ist und den cholerischen Hollywood Produzenten so gut spielt, dass der Charakter ausserhalb des Film ebenfalls einige Auftritte hatte. 

Tropic Thunder kann ich nur empfehlen.

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