Einige Autoren und Filmemacher scheinen unendlich dankbar für die lebende Vorlage eines vermeintlich dummen It-Girls wie Paris Hilton, welche auch hier überdeutlich als Inspiration für eine alberne Blondine am Film-Set Pate steht.
Ihre Auftritte bilden leider die einzigen nennenswerten Parts dieses müden Slashers, der sich am Konzept des Films im Film versucht und damit genauso scheitert, wie die mutlose Art, die verschiedenen Morde der Reihe nach in Szene zu setzen.
White Plains in North Dakota: In diesem verschlafenen Örtchen feiert der Underdog der örtlichen Hockey-Mannschaft an der Schule große Erfolge, doch nebenher gibt es Rätsel um verschiedene tödliche Unfälle. Regisseur Jake und sein Team sollten eigentlich den Werdegang des Sportteams begleiten, doch weitere Ereignisse mit tödlichem Ausgang überschatten das Projekt…
Der Streifen ist zwar als Slasher mit komödiantischen Einlagen konzipiert, doch abgesehen von einigen Redneck-Klischees und dem überzogenen Auftreten der Blanca Chambers, die das Pendant zu Paris Hilton darstellen soll, fehlt dem Ganzen komplett das Augenzwinkern und über ein leichtes Schmunzeln kommt man selten hinaus.
Flache Charakterisierungen, viel Gerede über Planungen der Doku und insgesamt schwache Darsteller (bis auf Leighton Meester in einer Mini-Rolle) lassen rasch Langeweile aufkommen, bis es endlich zum ersten Ableben kommt.
Doch auch dann bringt der Schlächter unter dem Blaumann, der Strumpfhose und der Maske keine nennenswerten Höhepunkte. Bis auf eine abgetrennte Hand und einen Kehlenschnitt wird man nie deutlich und blendet fast schon verschämt weg, so dass Splatterfreunde nur leidlich mit Blicken auf die Leichen bedient werden.
Zudem wirkt die Erscheinung des Unholds nicht allzu furchterregend, lediglich sein plötzliches Erscheinen sorgt in Ansätzen für Spannung, was für verschiedene Todeskämpfe kaum gilt und für die phantasielosen Ableben in Form von Erwürgen oder Erstechen erst recht nicht.
Allenfalls das Ratespiel um die Identität des Mörders gestaltet sich einigermaßen unterhaltsam, aber das eher in Form einer Randnotiz. Ansonsten werden Einheimische als auch Leute der Filmcrew nach und nach dezimiert, in dem Kaff funktioniert kein einziges Telefon und die Cops hängen allabendlich in der Kneipe ab.
Zwischendurch gibt es noch einige Interview-Fetzen von der Filmcrew und weiteren Befragte, doch auch in diesem Bereich nutzt man nicht das Potential, ein paar zynische Bemerkungen oder zumindest Pointen unterzubringen.
Am Ende mag man gerade so über die Motivation des Killers schmunzeln, doch selbst das Finale weist kaum eine Temposteigerung, noch deutlich mehr Suspense auf.
„Killer Movie“ bleibt ein austauschbarer Slasher ohne Pep und Originalität, bindet oft gelangweilt wirkende Mimen ein und versteht es zu selten, die Kritik an Realitiy-Medien zu untermauern. Zudem entpuppen sich annähernd sämtliche Morde als recht blutleer und wer spitzfindige Comedy sucht, wird ebenfalls über weite Teile enttäuscht werden.
Gewiss keine Empfehlung, sondern eher einer, der nicht stört, wenn er im Hintergrund läuft…
3 von 10