Und wieder mal eine Beziehungskomödie, doch zur Abwechslung mal aus Deutschland. Die Photographin Cora Hübsch (Gruschenka Stevens) ist verliebt. Und zwar in den Arzt Daniel Hoffmann. Der Film beginnt an einem Samstag abend, Cora wartet auf einen Anruf von Daniel. Ab da wird dem Zuschauer die Vorgeschichte in Rückblenden erzählt. Wie sie den Arzt wegen einer Blasenentzündung kennengelernt, ihn auf einer Beerdigung getroffen und sich dann mit ihm verabredet hat. Wie er sie zum Essen zu sich nach Hause eingeladen und wie sie mit ihm geschlafen hat. Letzteres geschah am Mittwoch. Und da Cora und ihre beste Freundin Jo (Jasmin Tabatabei) der Ansicht sind, der Mann müsse spätestens 3 Tage nach dem ersten Sex bei der Frau anrufen, wartet Cora verzweifelt an jenem Samstagabend, an dem der Film beginnt, auf einen Anruf von Daniel...
Ich muss sagen, schon in den ersten Minuten war ich überrascht. Das lag an der hervorragenden Optik und des tollen Schnitts, den der Film vorzeigen kann. Durch diese beiden Argumente kann er echt unterhalten. Weniger natürlich durch das ausgelutschte Thema. Das Ende ist jedem zumindest nach einiger Zeit, wenn nicht schon vorher, klar. Was man "Mondscheintarif" auch gutschreiben muss, ist, dass er nicht chronisch erzählt wird, sondern eben in verschachtelten Rückblenden, was ihn nicht langweilig machen lässt.
Die Schauspieler sind allesamt ok, wobei mich Gruschenka Stevens doch das eine oder andere mal aufgeregt hat, wie sie sich benimmt. Kann aber auch daran liegen, weil ich ein Junge bin. Ansonsten hat der Film keine großen Innovationen, außer der Auftritt von der Band Reamonn weiß zu überraschen, wie ein kleiner Videoclip wird er einfach in das Werk eingeschoben.
Das Buch hab ich nicht gelesen, deswegen kann ich keine Parallelen dazu ziehen. Der Film unterhält in jeder Hinsicht, ist trotzdem nicht so ganz mein Fall, ist doch das Ende wie in all den Filmen sehr vorhersehbar.
Nichts desto trotz besser als die meisten Beziehungskomödien, daher 6/10 Punkte