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100 Millionen Francs Budget, der theatererfahrene Gerard Depardieu in der Hauptrolle, Jean-Claude Carrière als Drehbuchautor und Mantel-und-Degen-Spezialist Rappenau als Regisseur, was kann da schon schiefgehen? Viel. Die Verfilmung von Edmond Rostands vor rund hundert Jahren verfaßten Theaterstückes über Cyrano de Bergerac, der daran litt, daß sein Hunger auf Frauen genau so groß wie seine Nase lang war, ist so konventionell inszeniert und geschnitten, daß er auch im Fernsehen hätte laufen können. Carrière Drehbuch versucht zwar das Theaterstück aufzubürsten, jedoch pendelt der Film ständig zwischen abgefilmten Theater und überdimensionierten Schlachtszenen hin und her. Wäre da nicht die wunderbare Interpretation Depardieus, der die Alexandriner-Verse spricht, als ob sie nur für ihn geschrieben worden seien und meine Begeisterung für das Stück als solches, man könnte schon von Langeweile sprechen.

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