Die 90er Jahre waren die Hochzeit der berüchtigten CAT III Schocker aus Hongkong.
Die bekanntesten Sickos dieser Zeit sind sicherlich „Untold Story“, „Dr. Lamb“ und „Ebola Syndrome“ jeweils grenzwertig im Inhalt und teilweise auch in der Ausführung. „Red to Kill“ haut da munter in die gleiche Kerbe, wenn er sich auch gewaltmäßig etwas zurückhält.
Ein Serienvergewaltiger zieht seine Bahnen in der Nähe eines Behindertenheims. Für die Anwohner ist daher der Fall klar, die Heimbewohner müssen etwas mit den Verbrechen zu tun haben. Der wahre Schuldige ist aber ganz wo anders zu finden und so läuft der Frauenmörder noch immer frei herum. Und genau das wird der geistig zurückgebliebenen Ming zum Verhängnis.
Im Gegensatz zu vielen anderen CAT III Vertretern wird „Red to Kill“ völlig humorlos präsentiert, was der Atmosphäre deutlich zu Gute kommt. Die Darsteller gehen ebenfalls mehr als überzeugend in ihren Rollen auf, können gegen das lahme Drehbuch allerdings nicht anspielen.
Der Killer ist fix vom Zuschauer entlarvt und auch die Handlung will es, dass die Identität des Killers schnell aufgedeckt wird. Danach kommt ein mehr als unglaubwürdiger Gerichtsteil, der dermaßen überzogen und unlogisch präsentiert wird – es wird lediglich auf Mings Vergewaltigung, nicht jedoch auf die unzähligen Frauenmorde eingegangen -, dass es einem beim Zusehen leicht in der Kopfregion wehtut. Das Finale ist dann auch kaum noch an Blödsinn zu überbieten, immerhin aber noch recht spannend inszeniert.
Da auch in Sachen Blut nicht viel zu holen ist, bleibt der Film höchstens durch die grenzwertigen Vergewaltigungsszenen im Gedächtnis. Von daher ist es schon schade, dass die Chancen auf einen richtig guten CAT III Serienkillerfilm nicht genutzt worden sind.
Fazit: Zwar ernste aber inhaltlich unbefriedigende Asia Vergewaltigungspalette. Für Fans des Genres eventuell interessant, alle anderen können einen großen Bogen um diesen Film machen.